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Hat seine Familiengeschichte aufgeklärt: Wladimir Schirinowski in Tel Aviv (Foto: newsru.com)
Hat seine Familiengeschichte aufgeklärt: Wladimir Schirinowski in Tel Aviv (Foto: newsru.com)
Montag, 26.06.2006

Schirinowski fand Vater auf Friedhof in Israel

St. Petersburg. Polit-Entertainer und Nationalist Wladimir Schirinowski hat das Rätsel um seine Herkunft gelöst: Er fand in Israel das Grab seines 1983 gestorbenen Vaters – und einen lebenden Cousin.


„Meine Mutter war Russin und mein Vater Jurist“ – diese ihm einmal herausgerutschte Formulierung wurde Wladimir Schirinowski lange Jahre vorgehalten, wenn es galt, dem lautstarken russischen Nationalisten und Kreml-treuen Polit-Clown eine Vertuschung seiner eigentlichen Herkunft zu unterstellen. Denn zumindest in der Frühphase seiner Polit-Karriere hielt Schirinowski auch mit antisemitischen Äußerungen nicht hinterm Berg.

Bekenntnis zu jüdischen Vorfahren


2001 bekannte er dann in einem Interview mit einer israelischen Zeitung offen: „Mein Vater war Jude“. Doch wer jener Wolf Edelstein war, woher er kam und was aus ihm nach der Geburt des Sohnes Wladimir 1946 im kasachischen Alma-Ata geworden ist, das war auch für Schirinowski seit seines Lebens ein Rätsel. Der Briefkontakt mit seiner Mutter war wenige Monate nach der Geburt des Sohnes abgebrochen.

Nun hat der russische Skandal-Politiker bei einer tränenreichen Pressekonferenz in Tel-Aviv das Geheimnis gelüftet – und Einblick in Dokumente und Erkenntnisse gegeben, die er selbst erst wenige Tage zuvor erhalten haben will. Schirinowski war zur Familienforschung inkognito nach Israel gereist, dort aber auf der Straße erkannt worden, worüber die dortige Presse berichtet hatte.

„Ich bin nicht Sohn eines Juristen“


„Ich bin nicht Sohn eines Juristen“, stellte Schirinowski dabei erst einmal klar. Sein Vater habe zwar an der juristischen Fakultät der Universität von Grenoble studiert (und nicht an der Sorbonne, wie sich seine Mutter zu erinnern glaubte), dort aber 1932 einen Abschluss in Ökonomie gemacht. Daneben habe er ein landwirtschaftliches Zweitstudium absolviert. „Das heißt er war Kaufmann und Agronom. Und ich dachte 60 Jahre lang, er sei Jurist gewesen“, so Schirinowski.

Dank der Hilfe von Journalisten, russischen Diplomaten in Israel und seinen eigenen habe er erst jetzt, nach 50 Jahren entsprechender Bemühungen, das Schicksal seines Vaters aufklären und seine eigene Herkunft ausleuchten können, so Schirinowski.

Deutsche Besatzer erschossen die Familie des Vaters


Sein 1907 geborener Vater stamme aus der Stadt Kostopol, die damals zu Polen gehörte und heute in der Ukraine liege. Sein Großvater Isaak war dort Besitzer eines großen Sägewerkes mit 500 Angestellten. 1941, als die deutschen Truppen das seit 1939 zur Sowjetunion gehörende Gebiet besetzten, wurden die Großeltern, eine Schwester des Vates und deren Tochter erschossen. Wolf Edelstein und sein Bruder Aaron hätten es dagegen geschafft, nach Kasachstan evakuiert zu werden.

Während der fünf Jahre, die Edelstein dort lebte, lernte er Alexandra Pawlowna Schirinowskaja kennen und heiratete sie. Da die beiden Edelstein-Brüder jedoch nach wie vor nur polnische Pässe hatten, mussten sie 1946 auf Weisung Stalins das Land verlassen und kehrten nach Warschau zurück.

Vater Edelstein brach 1946 Briefkontakt ab


Schrinowskis Mutter reiste 1946 mit dem erst drei Monate alten Säugling Wladimir in das kriegszerstörte Polen, um den Vater zu besuchen und zur Rückkehr in die Sowjetunion zu bewegen.

Doch Edelstein erhielt von der Sowjetbotschaft kein Visum, Mutter und Kind kehrten allein zurück. Bald darauf brach der Vater den Briefkontakt ab, weil er in der damaligen Zeit zu Recht fürchtete, mit der Korrespondenz aus dem Ausland seiner Frau und dem kleinen Sohn Schaden zuführen zu können.

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• Schirinowski fordert: Zugvögel abschießen (11.01.2006)
• Antisemitischer Überfall auf Moskauer Synagoge (12.01.2006)
„Ich wusste, dass er mit seinem Bruder vorhatte, entweder nach Amerika oder Israel auszuwandern“, erzählte Schirinowski. Seine Spurensuche unter anderem über das Rote Kreuz sei jedoch jahrelang ins Leere gelaufen – unter anderem, weil seine Mutter den Studienort nicht richtig erinnerte und als Heimatstadt des Vaters Konotopol und nicht Kostopol genannt hatte.

Wie er jetzt weiß, emigrierten die beiden Edelstein-Brüder 1949 nach Israel. Sein Vater habe dort 1951 erneut geheiratet, aber keine weiteren Kinder gezeugt. Er lebte in Tel Aviv und arbeitete im Landmaschinenhandel. 1983 starb er im Krankenhaus an einem Herzinfarkt, nachdem er vor seinem Haus von einem Omnibus angefahren worden war.

Schirinowski fordert Rückgabe der Familien-Fabrik


Doch Schirinowski wäre nicht Schirinowski, wenn er seine familiären Entdeckungen und den Besuch am Grab seines Vaters in Holon bei Tel Aviv nicht gleich in politische Botschaften und Forderungen ummünzen würde:

Von der Regierung der Ukraine forderte er kurzerhand die Übereignung des bis heute bestehenden Sägewerks seines Großvaters. „Wenn Timoschenko und Juschtschenko so für das Privateigentum sind, dann sollen sie es doch zurückgeben“, so Schirinowski. „Die Fabrik gehört mir“, tönte er. Auch sein in Israel als einziger lebender Verwandter von ihm entdeckter Cousin Izchak sei bereit, als Miteigentümer den Besitz zu übernehmen.

Darüberhinaus solle die deutsche Regierung ihm je eine Million Euro für jeden 1941 ermordeten Familienangehörigen zahlen, so der Politiker. Abgesehen davon sei er jetzt, als neu enthüllter Sohn eines echten Agrarwissenschaftlers, ja auch für alle Bauern in Russland wählbar, fabulierte Schirinowski.

(ld/.rufo)


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