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| Der Sommer ist zwar heiß in Russland, Solarenergie wird im Land aber nur vereinzelt genutzt | |
Donnerstag, 15.07.2010
Energieminister: Zu viel Wind um erneuerbare Energie
Jekaterinburg. Russland setzt weiter (fast) nur auf Öl und Gas. Energieminister Sergej Schmatko hat Plänen zur Umstellung auf regenerative Energie den Wind aus den Segeln genommen. Das sei nicht aktuell für Russland, sagte er.
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Dolchstoß für Präsident Medwedew aus dem eigenen Energieministerium? Der Kremlchef hatte in den letzten Jahren immer wieder eine Modernisierung der russischen Wirtschaft und eine Umstellung auf innovative Technologien, gerade auch im Energiebereich, gefordert.
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Energiewende für Russland nicht aktuell Während es im Bereich der Energieeffizienz schon einige Ansätze gibt, ist der Drang, erneuerbare Energien weiter zu entwickeln im Energieministerium aber sehr verhalten. Eine völlige Umstellung auf regenerative Energien hält Energieminister Sergej Schmatko eigener Aussage nach nicht für aktuell in Russland.
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„Das ist eine sehr perspektivreiche Sache“, lobte er zunächst den Sektor erneuerbare Energien. „Wir müssen eine technologische Plattform in diesem Bereich entwickeln. Skeptisch bin ich jedoch gegenüber einer massenhaften Anwendung und denke, in Russland ist das nicht aktuell“, schränkte er dann jedoch ein.
Steigerung auf 4,5 Prozent geplant Immerhin will Russland bis 2015 den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energiehaushalt auf 4,5 Prozent steigern. Derzeit machen Sonne, Wind und Co gerade einmal ein Prozent der Energiegewinnung aus. Zum Vergleich: In Deutschland sind es bereits jetzt über zehn Prozent.
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Dabei gibt es durchaus schon erste Gehversuche in dem Bereich: In Jekaterinburg will der deutsche Technologiekonzern Siemens mit dem Energieversorger RusHydro und der Staatsholding RosTechnologii ein Joint-Venture für die Montage von Windkraftanlagen in Russland gründen. Geplant ist die Produktion von Windkraftanlagen mit einer Kapazität von insgesamt fünf Gigawatt bis 2020.
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Sogar einen ersten Auftrag für das neue Unternehmen gibt es schon: Auf der Insel Russki vor Wladiwostok soll zum APEC-Gipfel eine Windkraftanlage für die nötige Energie sorgen.
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Schmatko hält alternative Energien nur für lokal einsetzbar Eben für solche lokalen Anwendungsgebiete hat Schmatko alternative Energien vorgesehen. „Bei uns kann diese Technologie lokal eingesetzt werden, eine breit angelegte Anwendung dieser Technologien wird es bei uns, offen gesagt, aber niemals geben“, sagte der Minister.
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Gleichzeitig setzt Russland verstärkt auf Atomkraft, um seine Energieproduktion zu „diversifizieren“. In den nächsten 15 bis 20 Jahren sollen 30 neue Atomkraftwerke errichtet werden. Auch an der Ostsee – im Gebiet Kaliningrad und bei St. Petersburg – werden gerade zwei Atommeiler errichtet.
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