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Der nächste Gaskonflikt droht schon zum Weltfrauentag. (Foto: Djatschkow/.rufo)
Der nächste Gaskonflikt droht schon zum Weltfrauentag. (Foto: Djatschkow/.rufo)
Montag, 02.03.2009

Neuer Gaskonflikt Russland-Ukraine am Wochenende?

Moskau. Ein neuer Gaskonflikt zwischen Moskau und Kiew könnte schon am kommenden Wochenende ausbrechen, wenn die Ukraine Schulden für 2009 nicht bezahlt. Die Schulden belaufen sich auf bisher 400 Mio Dollar.

In spanischen Medien warnt der russische Präsident Dmitri Medwedew vor einer neuen Runde im ewigen Gasstreit mit der Ukraine. Wenn die Ukraine in den nächsten Tagen nicht 400 Millionen Dollar bezahle, "müsse man etwas unternehmen", sagte Medwedew.

Russland werde auf keinen Fall Gas ohne Bezahlung liefern. Wenn die bisherigen Schulden für 2009 nicht beglichen würden, werde Russland in Zukunft überhaupt nur noch gegen Vorauszahlung liefern. Ausserdem werde man ab sofort auf reine Marktpreise umsteigen. Dies sei in dem im Janur unterzeichneten Gasabkommen so vorgesehen.

Bei Russland-Aktuell
• Folgen der Gaskrise: Russlands Gas genug für China u. EU? (31.01.2009)
• Kiew: Orden, Herzanfall, Landesverrat u. Staatsbankrott (25.01.2009)
• Gasverträge schon im Sommer Makulatur ? (26.01.2009)
• Gas-Streit innerhalb der Ukraine geht weiter (23.01.2009)
"Wir wollen natürlich das Januar-Szenario nicht wiederholen" sagte Medwedew. "Aber wir haben keine andere Wahl. Wenn sie nicht bezahlen, müssen wir etwas tun."

Ukrainische Verbraucher schulden Naftogas Ukraine 552 Millionen


Nach einem Bericht der Moskauer Wirtschaftszeitung Kommersant hat "NaftoGas Ukraine" bereits vor Zahlungsschwierigkeiten vorgewarnt. Die Schulden ukrainischer Gaskunden in den Kommunen und Regionen gegenüber NaftoGas betrage bereits 552 Millionen Doller.

NaftoGas hatte in der Vergangenheit relativ günstig in Russland eingekauftes Gas fast zu Marktpreisen an die eigenen Verbraucher weiterverkauft.
Ukrainische Banken und der ukrainische Staat werden NaftoGaz kaum unter die Arme greifen können, denn sie selbst bewegen sich seit Wochen am Rande des Bankrotts.

Die ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko warf bereits ihrem Präsidenten Viktor Juschtschenko vor, das Land bewusst in den Staatsbankrott hineinzusteuern, um den Notstand ausrufen und an der Macht bleiben zu können.

Nach Angaben aus dem Gazprom-Vorstand in Moskau könnte der Gaskonzern der Ukraine am 8.März den Gashahn wieder zudrehen. Der 8.März wird in Russland und der Ukraine als Feiertag begangen.



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