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Auch die regionale Elite unterstützt inzwischen die Proteste der Umweltschützer gegen eine Pipeline am Baikalsee (Foto: Packeiser/.rufo)
Auch die regionale Elite unterstützt inzwischen die Proteste der Umweltschützer gegen eine Pipeline am Baikalsee (Foto: Packeiser/.rufo)
Dienstag, 21.03.2006

Proteste gegen Pipelinebau am Baikal-Ufer

Moskau. Im ostsibirischen Irkutsk formiert sich breiter Widerstand gegen die Moskauer Pläne, eine Öl-Pipeline direkt am Ufer des Baikal-Sees entlang zu bauen. 4.000 Menschen demonstrierten gegen das Projekt.

Die Demonstration war von allen bedeutenden Parteien der Region und den örtlichen Behörden unterstützt worden, obwohl die Pipeline „Ostsibirien – Pazifik“ des Transneft-Konzerns ein erklärtes Wunschkind von Kreml-Chef Wladimir Putin ist. Selbst der Gebietsgouverneur Alexander Tischanin nahm – als „einfacher Bürger“ - an der Kundgebung teil, berichtete die Zeitung „Wremja Nowostej“.

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• Baikal-Bahn aus dem Dornröschenschlaf erweckt (14.11.2005)
• Greenpeace beklagt Pipeline-Bau am Baikalsee (07.09.2005)

Zorn gegen Regierende in Moskau


Tischanin fordert, die Pipeline in einem Abstand von 80 bis 100 Kilometern nördlich des Baikalsees zu verlegen. Noch sei ein Kompromiss mit den Pipeline-Bauern möglich.

Die derzeitige Trasse, die ein positives Umweltgutachten aus Moskau erhielt, verläuft streckenweise wenige hundert Meter vom Ufer des größten Süßwasserreservoirs der Welt entfernt. Ökologen befürchten eine gigantische Umweltkatastrophe, sollte die Pipeline z. B. in Folge eines Erdbebens auf diesem Abschnitt Leck schlagen.

In Ostsibirien wächst unterdessen der Zorn gegen das ferne Moskau und die Entscheidungen der dortigen Führung. „Irkutsk ist kein Jauchebecken“ skandierten die Demonstranten auf der Demonstration. „Lasst den Baikal in Ruhe und verpestet lieber die Umwelt in Moskau“ lautete eine andere Losung des Tages

(kp/.rufo)


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