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Per Telefon hat Putin Eu-Ratspräsident Fredrik Reinfeldt vor neuen Gastransitproblemen gewarnt (Foto: Archiv/.rufo)
Per Telefon hat Putin Eu-Ratspräsident Fredrik Reinfeldt vor neuen Gastransitproblemen gewarnt (Foto: Archiv/.rufo)
Montag, 02.11.2009

Putin warnt EU vor neuen Transitproblemen in Ukraine

Moskau. Premier Wladimir Putin hat Europa vor einer neuen Gaskrise gewarnt. Die Ukraine werde schon bald wieder Probleme mit dem Bezahlen der Gaslieferungen haben, erklärte Putin. Damit drohe der EU ein Lieferausfall.

Im letzten Winter hatten Kiew und Moskau sich kurz nach Neujahr tagelang einen Gaskrieg geliefert. Nachdem sich Gazprom und Naftogaz in der Silvesternacht nicht auf einen Preis verständigen konnten, stellte der russische Gasmonopolist am Neujahrsmorgen die Lieferungen in die Ukraine ein.

Kalte Füße zum Jahresbeginn


Die Ukrainer zapften daraufhin das für Europa bestimmte Transitgas in ihren Leitungen an. Daraufhin stellte Russland dann schließlich auch die Lieferungen nach Europa ein. Zehn Tage lang mussten vor allem die Osteuropäer im kalten Januarwetter frieren, ehe sich Moskau und Kiew auf Vermittlungen der EU auf die Wiederaufnahme der Lieferungen einigten.

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• EU hat den Schwarzen Peter: Gas-Gipfel in Brüssel (29.06.2009)
• Ergebnis des Russland-EU-Gipfels: Neues Energieabkommen (22.05.2009)
• Timoschenko: Russland bei Pipeline-Sanierung dabei (26.03.2009)
• EU-Geld für Kiews Gas-Pipelines verärgert Russland (24.03.2009)
„Es sieht so aus, dass es schon wieder Probleme mit der Bezahlung für unsere Rohstoffe gibt, was sehr traurig ist“, erklärte Wladimir Putin nun nach einem Telefongespräch mit seiner ukrainischen Amtskollegin Julia Timoschenko. Timoschenko habe ihn darüber informiert, dass der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko die Zahlungen, die über die ukrainische Zentralbank laufen, blockiere, berichtete Putin.

Ukraine warnt vor Zahlungsschwierigkeiten


Die Ukraine hatte in den vergangenen Wochen wiederholt selbst vor möglichen Problemen bei der Bezahlung der Gaslieferungen gewarnt und Gazprom um Neuverhandlungen gebeten. Kiewer Politiker verweisen dabei auf die tiefe Finanz- und Wirtschaftskrise in der Ukraine, die zu einem akuten Geldmangel geführt habe.

Putin: Ukraine hat genügend Geld


Putin hingegen erklärte, dass die Ukraine derzeit genügend Geld habe, um die Lieferungen zu bezahlen. „Die Goldreserven der Ukraine betragen selbst am unteren Preisende 27 – 28 Mrd. USD. Damit ist die Stabilität der nationalen Währung und des Außenhandels im Bereich bis zwölf Mrd. USD abgesichert“, sagte Putin unter Berufung auf Angaben des IWF.

Putin informierte inzwischen auch den schwedischen Ministerpräsidenten Fredrik Reinfeldt (Schweden hat derzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne) über die möglichen kommenden Probleme. Aus Kiew seien Signale über Zahlungsschwierigkeiten gekommen, sagte er Reinfeldt am Telefon. „In dem Zusammenhang können Probleme mit dem Transit russischen Gases über ukrainisches Territorium entstehen“, erklärte Putin.



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