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Wenn Deutschland der eigene Atomstrom nicht mehr schmeckt, kann Russland vielleicht mit seiner Kernenergie aushelfen? (Foto: vz.ru)
Wenn Deutschland der eigene Atomstrom nicht mehr schmeckt, kann Russland vielleicht mit seiner Kernenergie aushelfen? (Foto: vz.ru)
Donnerstag, 29.03.2012
Aktualisiert 30.03.2012 11:25

Russland will Deutschland mit Atomstrom versorgen

Kaliningrad. Rosatom will die Gaspipeline Nordstream durch die Ostsee nutzen, um Deutschland mit Atomstrom aus dem neuen AKW im Kaliningrader Gebiet zu versorgen. Damit soll ein drohendes Stromdefizit aufgefangen werden.

Laut Sergej Bojarkin, dem Projektdirektor der russischen Atombehörde Rosatom, droht Deutschland durch seine Entscheidung, bis 2022 alle Atommeiler abzuschalten, ein Stromdefizit. Als Ausweg schlägt er vor, parallel zur Gaspipeline Nordstream ein Stromkabel durch die Ostsee zu ziehen.

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• Voscherau wird Aufsichtsratschef bei South Stream (20.03.2012)
• Ostseepipeline: Putin gibt Gas – für Deutschland (06.09.2011)
• Kaliningrad: Stromversorgung stößt an Kapazitätsgrenze (28.02.2012)
• Fundament für Kaliningrader Kernkraftwerk wird gelegt (21.03.2011)
• Nach GAU in Japan: Russland bleibt bei Atomenergie (14.03.2011)
„Nordstream löst zum Teil das Problem der Gasversorgung Deutschlands, aber das Land wird bald neue Schwierigkeiten bekommen“, so Bojarkin. Aber Russland könnte Deutschland mit Atomstrom beliefern, den das Land selbst nicht mehr produzieren will.

Deutschland sollte also ausgerechnet Atomenergie ausgerechnet aus dem Gebiet Kaliningrad bekommen, dem ehemaligen Ostpreußen. Dort wird ein Kernkraftwerk gebaut, dessen erster Block 2016 ans Netz gehen soll. Sollte es dort zu einem GAU kommen, wären die Ostsee und die Anrainerstaaten gefährdet.

Vor allem aber würde die Stromlieferung nach Deutschland ein Problem von RosAtom lösen: Kritiker des AKW-Baus verweisen seit langem darauf, dass das AKW-Kaliningrad eigentlich überflüssig ist; jedenfalls gibt es im Gebiet Kaliningrad keinen Bedarf an solchen Kapazitäten. Die Anrainerstaaten Polen und Litauen haben bereits dankend abgelehnt, Atomstrom made in Kaliningrad zu beziehen. Lieferung nach Deutschland würde das Überkapazitätsproblem wenigstens teilweise lösen.
Dies ist übrigens nicht die erste russische Offerte zur Zusammenarbeit im Elektroenergiebereich an Deutschland. Im November 2011 hatte der russische Energieminister Sergej Schmatko eine umfangreiche Zusammenarbeit bei der Finanzierung, dem Bau und dem Betrieb von Elektrizitätswerken vorgeschlagen.

In Deutschland gibt es allerdings viele Skeptiker hinsichtlich einer engeren Zusammenarbeit mit Russland im Energiesektor.

Der Hauptkritikpunkt lautet, Deutschland gerate in immer größere Abhängigkeit von Russland und seinen Energie-Monopolisten wie z. B. Gazprom. Und Abhängigket von russischem Atomstrom wäre noch schlimmer.




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