 |
|
| Wien zeigt neue russische Mode. (Foto: Prochnow/.rufo) | |
Freitag, 29.01.2010
Russische Mode in Österreich – Modenschau in Wien
Wien. Russische Designerinnen präsentieren auf einer exklusiven Modenschau ihre Kreationen: Haute Couture aus dem Osten. So groß wie das Land, so vielfältig sind die verwendeten Materialien, die zur Schau getragen werden.
|
|
Die Filialen der edlen Klamotte westlicher Herkunft haben schon längst in den russischen Metropolen Fuß gefasst. Der „Spiegel“ sprach von Moskau gar als dem Klondike der internationalen Mode.
Selbst das Star-Model Naomi Campbell lebt und wirkt bereits in der russischen Hauptstadt, Karl Lagerfeld entwarf eine Linie „Paris-Moskau“.
|
Aber wie sieht es mit der heimischen Haute Couture aus? „Die russische Kultur hat Europa und die Mode schon immer befruchtet“, so spricht Aljona Dolezkaja, die Chefredakteurin der russischen Ausgabe von "Vogue", des weltweit erfolgreichsten Modemagazins schlechthin. „Russland wird einen größeren Platz auf der Fashion-Weltkarte erobern“, orakelt sie.
|
Unterschiedliche Interpretationen und Materialien Acht talentierte Modeschöpferinnen aus Russland werden nun am 9. Februar im Russischen Kulturinstitut in Wien ihre Werke auf dem Laufsteg vorstellen. Unterstützt wird die Veranstaltung vom Designerverband Russlands.
|
Alle Teilnehmerinnen haben bereits Ehrungen und Auszeichnungen entgegengenommen, leiten große Designerprojekte und haben schon ihre eigenen Präsentationen veranstaltet. Unterschiedlich sind die einzelnen Interpretationen und interessant ist sicherlich auch die Auswahl der angewandten Materialien.
|
Einmalige Kunstwerke Für die beschwingte und jugendlich frech orientierte Mode stehen die Kreationen von Valentina Melnikowa und Jelena Potapowa. Letztere ist auch noch Architektin und sieht ihre Arbeiten im Sinne von Malerei. Einmalige Kunstwerke fertigt sie mit ihren originellen Techniken aus Stoff und Farbe.
|
Die klassisch russische Linie wird vertreten durch Jelena Batinitsch mit ihrer Kollektion „Nostalgie“ und Jekaterina Uljanowa, die den traditionellen russischen Hemdenschnitt aufgreift. Sie richtet sich in erster Linie an junge Frauen, die keine Scheu haben, sich auch einmal von der Masse abzusetzen. Trendig leger und dennoch schick.
|
Fremdes Terrain Naturtextil Ein für Russland eher neues Terrain betreten zwei Designerinnen, die ausschließlich mit Naturtextilien arbeiten. Anastasia Barsukowas Thema wird „die nördliche Rus“ sein. Unterschiedliche Weißtöne aus Wolle prägen ihren Stil.
Wohingegen Tatjana Sawosina ganz auf Leinen setzt. Leinen und Hanf, eigentlich klassische Materialien aus Russland. Ökologisch wertvoll, hautfreundlich und pflegeleicht, stehen sie leider derzeit noch sehr im Schatten der Synthetikfaser. Jedoch ist ein zartes Aufkeimen der Tendenz zu Kleidung aus chemisch unbelasteten Naturfasern zu erkennen.
|
Und was letztendlich wäre Mode aus Russland ohne ihren Klassiker – den Pelz. Vorgestellt von Vera Tscherepowa, die neueste Pelzverarbeitungstechnologie in Kombination mit Handarbeit verwendet.
|
Hinzu gesellt sich Olga Jegorowa. Sie unterstreicht mit dem Zobel den hohen Status des russischen Pelzes in seiner edelsten Variante.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>