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Nikolai Asarow nimmt nach den monatelangen Protesten seinen Hut (Foto: Minfin Ukrainy)
Nikolai Asarow nimmt nach den monatelangen Protesten seinen Hut (Foto: Minfin Ukrainy)
Dienstag, 28.01.2014

Ukraine: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben

Kiew. In Kiew tritt Premier Nikolai Asarow zurück. Der Schritt ist Voraussetzung für einen Kompromiss zwischen Regierung und Opposition, doch mit dem langen Zögern hat sich die ukrainische Führung das Leben selbst schwer gemacht.

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Die Erfahrung Michail Gorbatschows muss nun auch einer seiner „Erben“ in der Ex-Sowjetunion machen. Ukraines Premierminister Nikolai Asarow bietet seinen Rücktritt an, „um eine friedliche Regulierung des Konflikts zu ermöglichen“. Die Entscheidung ist richtig, sie kommt aber reichlich spät, möglicherweise zu spät für Präsident Viktor Janukowitsch.

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• Protest in der Ukraine radikalisiert sich dramatisch (20.01.2014)
• Experte: Die Opposition in Kiew hat die Lage überschätzt (05.12.2013)
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Schritt war lange überfällig


Vor zwei Monaten hätten die Demonstranten den Rücktritt der Regierung als Sieg gefeiert. Damals hatte das Kabinett das Assoziationsabkommen mit der EU eine Woche vor der geplanten Unterzeichnung platzen lassen - viel zu spät, um ohne Gesichtsverlust aus der Angelegenheit herauszukommen.

Hätte Janukowitsch damals Asarow und dessen nach der blutigen Niederschlagung der zunächst noch friedlichen Proteste verhassten Innenminister Witali Sachartschenko als Bauernopfer aufgegeben, dann hätte sich der ukrainische „Monarch“ mit einer Regierungsrochade in Sicherheit bringen können.

Doch Janukowitsch spielte auf Zeit, wollte die Proteste aussitzen und seine Gegner dann mit einem überraschenden Flankenmanöver - sprich: das umstrittenen Demo- und Pressegesetz - Matt setzen. Doch die Initiative ist längst an die Gegenseite übergegangen, wie die Aufgabe einer Position nach der anderen verdeutlicht. Der Opposition aber reicht der Bauer nun nicht mehr, sie will den König.



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Stoll 04.02.2014 - 12:44

Die wirtschaftlichen und politischen Ressourcen Moskaus reichen auf absehbare Zeit kaum aus, um das eigene Land zu modernisieren.

Wenn die EU mit kühlem Kopf agiert, führt der Weg der Ukraine zu einem Abkommen mit der EU. Der Druck aus dem Volk heraus steigt nun auch außerhalb von Kiew. Der Anfang vom Ende Janukowitschs.


Stoll 03.02.2014 - 13:01

Welche Alternative hat die Ukraine ?

Paulsen-Consult 01.02.2014 - 21:26--- Ihre Aussagen kann ich auch unterschreiben. Doch welche Alternative hat das Land? Klebt es weiter an Russland, wird sich nichts ändern in der Ukraine. Russlands Gesundheitswesen entspricht in vielen Teilen einem 3.Welt-Land. Der Ukraine geht es auf diesem Gebiet noch schlechter. Der Lebensstandart ist in der EU sehr viel höher, trotz aller Probleme, vor denen ich auch nicht die Augen verschließe. Doch vor die Wahl gestellt den Lebensort zu wählen, bleibe ich doch lieber in Deutschland bzw. der EU. Dahin wollen die meisten Osteuropäer. Nicht unbedingt den Wohnort wechseln, sondern annähernd ide Lebensverhältnisse wie in der EU. Deshalb kann und wird der Weg der Ukraine eigentlich nur folgerichtig in Richtung Westen gehen, aber gleichzeitig ein gutes Verhältnis zu Russland zu pflegen.


Paulsen-Consult 01.02.2014 - 21:26

Da gehört schon ein gutes Stück Verdrängung dazu

, wenn man behauptet, dass die Ukraine bei der EU besser aufgehoben ist. EU und IWF fordern seit Jahren drastische Reformen von der Ukraine, die keinesfalls nur mit Demokratie zu tun haben:
Sozialleistungen drastisch reduzieren (auch die medizinische Versorgung gehört dazu, ebenso wie die Mini-Renten), Gaspreise realistisch anpassen, also drastisch rauf, Staatsquote runter, Kündigungsschutz runter etc. Beispiel ist Griechenland, dass seit Jahren mit insgesamt 240 Milliarden Euro gestützt werden muss, damit die Menschen nicht ganz vor die Hunde gehen. Wenn solche Reformen in der Ukraine durchgeführt würden, dann gibt es eine neue Hungersnot, wie schon Mitte der Neunziger, wo die Leute Suizid begingen, weil sie nichts mehr zum leben hatten.
Die EU ist kein Heilsbringer, sondern ein kapitalisitscher Zerstörer. Wenn es dann in dem Land ein paar Millionen Menschen weniger gibt, weil die Lebenserwartung auf 50-60 abgesunken ist, dann ist die Ukraine ein schöne Grundstück, dass sich die EU gern unter den Nagel reißt.
Unter diesen Gesichtspunkten gibt es nichts verlogeneres als die derzeitige westliche Kampagne, mit der die Assoziierung des Landes an die EU als Erlösung aus dem Elend propagiert wird.
Das Elend fängt dann überhaupt erst an!!!


Royaler 31.01.2014 - 22:09

Kein Zweck

Lieber nicht berichten, als den Schnee von gestern hochhalten.
Russland ru is \"out of area\"
und Russland wird zum öldurchpulsten betäubten Märchenland
und geilt sich jetzt an Sotschi auf.
Die gute Fee wird nicht kommen.

Wo bleiben denn wenigstens Inlandberichte zur Russischen Föderation von Russland ru:
Eiszapfenkunst kanns ja nicht gewesen sein, das ist bei der europäischen Binnenlage abgefuckt und abstrus. Schämt Euch!


Stoll 29.01.2014 - 15:12

Ukraine im Westen besser aufgehoben

Die entscheidenten und besseren Argumente sind auf Seiten der EU. Ob Wirtschaftskraft, politische Freiheiten, der Lebensstandart, es sind viel zu große Unterschiede zwischen Russland und der EU. Die Ukraine soll wieder heim ins russische Imperium, was die Ukrainer mit Millionen Toten in der Vergangenheit bezahlen mussten. Es geht vielen Ukrainern wie den Russen, die die im Westen waren, sind begeistert und würden lieber heute als morgen die gleichen Verhältnisse in ihren Ländern haben.


Stoll 29.01.2014 - 15:11

Ukraine im Westen besser aufgehoben

Die entscheidenten und besseren Argumente sind auf Seiten der EU. Ob Wirtschaftskraft, politische Freiheiten, der Lebensstandart, es sind viel zu große Unterschiede zwischen Russland und der EU. Die Ukraine soll wieder heim ins russische Imperium, was die Ukrainer mit Millionen Toten in der Vergangenheit bezahlen mussten. Es geht vielen Ukrainern wie den Russen, die die im Westen waren, sind begeistert und würden lieber heute als morgen die gleichen Verhältnisse in ihren Ländern haben.


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