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| Tatjana Preobraschenskaja liebte Luxus: Um ihn zu finanzieren, betrog sie naive Kunden mit gefälschten Kunstwerken (Foto: cultnews) | |
Donnerstag, 07.08.2008
Lange Haftstrafen für Moskauer Kunstfälscher-Paar
Moskau. Ein Moskauer Gericht hat das Kunstfälscher-Paar Preobraschenski zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Den bereits 2005 Verhafteten wird angelastet, mit Fälschungen fast eine halbe Million Euro ergaunert zu haben.
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Durch den Hinweis eines Konkurrenten wurde der beste Kunde der Preobraschenskis stutzig. Der Kunsthändler hatte Waleri Usschin, Finanzdirektor des Autohändlers „Eleks-Awto, gefragt, ob der es nicht seltsam finde, dass in der berühmten Tretjakowski Galerie in Moskau lediglich sieben Werke des russischen Malers Alexander Kiseljow hingen. Er, Usschin selbst, aber habe innerhalb kürzester Zeit neun Kiseljow-Werke im Atelier „Russische Kollektion“ von Tatjana und Igor Preobraschenski kaufen können.
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Netz von Schmugglern und Fälschern Usschin ließ daraufhin einen unabhängigen Experten die von den Preobraschenskis gekauften Werke beurteilen. Das Ergebnis: Es handelte sich um Fälschungen. Daraufhin leitete der Geschäftsmann eigene Ermittlungen ein und forderte von den Preobraschenskis schließlich das bereits bezahlte Geld für die offensichtlich gefälschte Werke unter den erworbenen Kunstgegenständen zurück. Die Preobraschenskis reagierten wiederholt dreist: Sie gingen einfach nicht mehr ans Telefon, wenn dort Usschins Nummer im Display aufleuchtete.
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Nach der Verhaftung von Tatjana und Igor Preobraschenski im Oktober 2005 konnte die Staatsanwaltschaft in langen, schwierigen Ermittlungen auch das Handelsschema der Kunstfälscher rekonstruieren: Der bekannte Moskauer Kunsthändler Dmitri Kutejnikow, alias Dima Byk, beliefert das Betrüger-Paar mit Werken zweier wenig bekannter europäischer Maler aus dem 19. Jahrhundert.
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Mittelmäßige Kunstwerke aufgemotzt Kutejnikow kaufte die Gemälde auf Kunstauktionen in Dänemark ein. Hauptauswahlkriterium: Der Stil musste dem Stil der russischen Maler Alexander Kiseljow und Alexander Orlowski ähneln.
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Laut den Ermittlungsakten hat Kutejnikow die Werke für 3.000 bis 4.000 Euro eingekauft. Dann ließ er sie nach Russland schmuggeln. Nach Eintreffen wurde die Ware „überarbeitet“: Die Orginalunterschriften wurden mit gefälschten Unterschriften der russischen Maler Kiseljow und Orlowski übermalt.
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Schließlich wurden die so aufgewerteten Bilder noch mit einer Expertise des Russischen künstlerisch-wissenschaftlichen Grabar-Restaurations-Zentrums versehen und an Tatjana Preobraschenskaja für 19.000 bis 25.000 Euro verkauft. Die wiederum verkaufte die Fälschungen für 75.000 bis 98.000 Euro weiter – am liebsten an den spendierfreudigen und leichtgläubigen Geschäftsmann Usschin.
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Achteinhalb und neun Jahre für fast eine halbe Million Euro Das Moskauer Twerskoj Gericht verurteilte Tatjana Preobraschenskaja jetzt zu achteinhalb und ihren Mann Igor Preobraschenski zu neun Jahren Haft. Ihnen wird angelastet, eine kriminelle Bande gebildet und fünf gefälschte Gemälde für eine Gesamtsumme in Höhe von rund 472.000 Euro verkauft zu haben.
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Außerdem warf das Gericht den beiden vor, Steuern in Höhe von rund 130.000 Euro hinterzogen zu haben.
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Das Geld hatten die beiden bitter nötig: Entsprechend den Ermittlerakten pflegten sie einen anspruchsvollen Lebensstil. Tatjana wollte sich kurz vor der Verhaftung ein neuen Luxus-Auto kaufen, einen Bentley.
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Beide beabsichtigten außerdem die Eröffnung von neuen Galerie-Räumen auf der Ostoschenka-Straße unweit der Christ Erlöser Kathedrale im teuren Zentrum Moskaus.
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