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| Immer modern: Aus dem Konstruktivismus-Kraftwerk soll ein Kunstmuseum werden (foto: ld/.rufo) | |
Donnerstag, 23.10.2008
Schöne Pläne: Rotbanner-Kraftwerk wird Kunsthalle
St. Petersburg. Das Kraftwerk des deutschen Architekten Mendelsohn, eines der Haupt-Denkmäler der Leningrader Avantgarde, soll zum Museum für moderne Kunst werden – wenn der Besitzer seine Renovierungspläne verwirklichen kann.
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Ungeachtet der allgemeinen Finanzkrise gibt es auch noch Bauträger, die gegenwärtig Projekte nicht nur einfrieren, aufgeben, zusammenkürzen oder auf die lange Bank schieben – sondern erst starten wollen.
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Dazu gehört der Petersburger Geschäftsmann Igor Burdinski, der für 500 Millionen Dollar das Areal der ehemaligen Textilfabrik „Rotes Banner“ auf der Petrograder Seite generalsanieren will. Er hat das vier Hektar große Fabrikgelände 2006 gekauft.
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Musterbeispiel für den Kontruktivismus - von einem deutschen Baumeister Geplant ist die bei derartigen Projekten schon fast übliche Mischnutzung aus Wohnungen, Büroflächen und einem Hotel. Vorgesehen ist aber auch ein Image-pflegendes Kulturprojekt in einem Gebäude von besonderer architektonischer Bedeutung: Der von dem deutschen Architekten Erich Mendelsohn Ende der 1920er Jahre errichtete rot-weiße Kraftwerksbau an der Uliza Pionerskaja gilt als ein Musterbeispiel und Schrittmacher für die konstruktivistische Industriearchitektur dieser Zeit.
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In dem heute stark baufälligen Gebäude kann man ein Schiff oder eine Lokomotive erkennen – jedenfalls aber Funktionalität wie Dynamik und Aufbruchsstimmung.
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Die museale Fachwelt zeigt sich gewogen Hier könnten, so Burdinski, 6.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche eines Museum für modernen Kunst eingerichtet werden - was es bis zum heutigen Tag in St. Petersburg nicht gibt. Das Sanierungsprojekt sei bereits bei der Guggenheim-Stiftung und der Eremitage auf Interesse gestoßen, so Burdinski.
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Der Bauherr ist sich allerdings im klaren darüber, dass es zu den gegenwärtigen Bedingungen „nicht einfach“ sein wird, für dieses Projekt Investoren und Kreditgeber zu finden.
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Gute Ausgangsvoraussetzungen hat es aber allemal: Die Lage ist relativ zentral, in der Nähe gibt es weitere hochkarätige Neubauprojekte, die Metrostation Tschkalowskaja liegt fast um die Ecke – und das alte Kraftwerk-Kunstwerk könnte mit seiner architektonischen Symbolik erneut zum Zugpferd werden.
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