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Freitag, 08.06.2007
Konflikt um Schuldfrage bei Grubenunglück
Kemerowo. Um das Grubenunglück in der Zeche "Jubilejnaja" ist ein Rechtsstreit entbrannt. Der Gouverneur des Gebiets Kemerowo, Aman Tulejew, will den Chef der technischen Aufsichtsbehörde Konstantin Pulikowski wegen Verleumdung verklagen. Pulikowski hatte behauptet, dass die regionale Führung von den Zuständen in den Bergwerken wisse.
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"Ich habe Pulikowski verklagt. Er hat gesagt, dass der Gouverneur wusste, was im Schacht vor sich ging. Ich halte das für Verleumdung", erklärte Tulejew.
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Bei dem Grubenunglück am 24. Mai waren bei einer Methanexplosion 39 Bergarbeiter getötet worden. Die technische Aufsichtsbehörde stellte inzwischen fest, dass massiv Sicherheitsbestimmungen verletzt wurden. So soll in der Zeche "Jubilejnaja" die Gasanzeige mit einem Lappen verdeckt worden sein, um die Anzeigewerte zu senken.
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Die Regionalverwaltung des Gebiets Kemerowo ist mit diesen Rückschlüssen nicht einverstanden. Gouverneur Tulejew hat seine Unterschrift unter das Dokument verweigert und den russischen Premier Michail Fradkow um die Einsetzung einer "unabhängigen Kommission" gebeten.
(ab/.rufo/Moskau)
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