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Mit einem Tauchboot der Mir-Klasse war es einer russischen Expedition im vergangenen Jahr gelungen, eine russische Fahne auf dem Boden des Polarmeeres am Nordpool aufzustellen (Foto: TV/Archiv)
Mit einem Tauchboot der Mir-Klasse war es einer russischen Expedition im vergangenen Jahr gelungen, eine russische Fahne auf dem Boden des Polarmeeres am Nordpool aufzustellen (Foto: TV/Archiv)
Mittwoch, 23.07.2008

Expedition zum Grund des Baikalsees in 1700 m Tiefe

Moskau/Irkutsk. Es sind dieselben Tauchboote und derselbe Expeditionsführer wie unlängst am Nordpol: Mir-1 und Mir-2 und Polarforscher Artur Tschilingarow wollen in etwa 1.700 m Tiefe den Grund des Baikalsees erforschen.

Diesmal geht es Artur Tschilingarow nicht darum, die russische Fahne am Boden des Baikalsees zu hissen, denn die "Perle Sibiriens", das "Heilige Meer" der Burjaten gehört unstrittig zu Russland. Und doch ist auch diese Expedition in die tiefsten Tiefen der sibirischen Natur auch wichtig für das Selbstwertgefühl der Russen.

Wegen eines Sturmes in der Nähe des Hafens Turka musste die Expedition um einige Tage verschoben werden, aber jetzt sind die Vorbereitungen abgeschlossen. Am 29.Juli soll die erste Tauchfahrt beginnen und sie soll in etwa 1.700 Meter Tiefe erkunden, wie tief der Baikalsee wirklich genau ist.

Unterwasser-Vulkane, Geysire und Heiße Quellen - und Bodenschätze


Weitere Aufgaben sind die Erkundung von heissen Quellen und Schlammgeysiren in der tiefen geologischen Spalte, die der Baikalsee ausfüllt. Nebenher werden auch Lagerstätten von Kohlenwasserstoffen und überhaupt die Bodenformationen in der Bucht von Bagrusinsk und der Halbinsel Swatoi Nos (Heilige Nase) erkundet.

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Gerüchteweise verlautet, die Expedition werde unterwegs auch nach dem legendären Goldschatz des Admirals Koltschak Ausschau halten, der angeblich beim Rückzug der Weißgardisten im Baikalsee versank.

Die Goldkisten Admiral Koltschaks und das Grab von Tschingis Chan


Es ist aber ebenso unwahrscheinlich, dass die beiden Mini-U-Boote die Goldkisten Koltschaks finden, als auch, dass die Expedition plötzlich auf das Grab Tschingis Chans stösst, der sich nach alten Legenden im See begraben ließ.

Mit der Baikalsee-Expedition rückt jedenfalls der See, der ein Fünftel der Trinkwasserreserven der Welt enthält, auch wieder einmal in die umweltpolitische Diskussion.

Einzigartige Baikal-Ökologie muss geschützt werden


Zwar ist die Bedrohung der einzigartigen Baikalsee-Ökologie durch den Bau einer Ölpipeline vom Tisch, nachdem Putin nach langen Protesten von Umweltschützern entschieden hatte, die Pipeline nicht in unmittelbarer Nähe des erdbebengefährdeten Seeufers bauen zu lassen, sondern 700 km weit weg vom Baikalsee im Norden.

Aktuell aber ist nach wie vor die permanente Verschmutzung durch das Zellulosekombinat von Baikalsk am Südende des Sees, das schon vor über 20 Jahren von sowjetischen Umweltschützern kritisiert wurde.



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