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| Fallschirmjäger holen nach der Landung ihren Fallschirm ein (Foto: TV) | |
Freitag, 10.07.2009
Fallschirmjäger fast zu Kamikaze-Springern umgerüstet
Moskau. Korruptionsskandal im russischen Verteidigungsministerium: Die Führungsetage hat massenhaft untaugliche Fallschirme gekauft. Einige Kommentatoren fordern, die Verantwortlichen mit den Schirmen abspringen zu lassen.
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Die Militärstaatsanwaltschaft ermittelt wegen eines besonders kaltblütigen Falls von Korruption im Verteidigungsministerium. Einige Beamte haben Haushaltsgelder in Millionenhöhe veruntreut, indem sie bei einer Moskauer Firma Fallschirme bestellten.
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Millionenbetrug bei der Armee Insgesamt geht es um einen Auftrag in Höhe von 280 Millionen Rubel (6,3 Mio. Euro). Neben Fallschirmen soll aber auch anderes altes Militärgerät geliefert worden sein.
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„Die cleveren Geschäftsleute haben diese Fallschirme nicht aus neuem Material, sondern aus alten Stoffen gefertigt. Die mit der Bestellung beauftragten Militärvertreter haben die Augen gegenüber diesen Mängeln verschlossen; wie ich vermute nicht uneigennützig. Untersuchungen haben ergeben, dass die Fallschirme unbrauchbar waren“, erklärte der oberste Militärstaatsanwalt Sergej Fridinski.
Aus Alt mach Neu Die Lieferung alter Materialien als scheinbar neue Ausrüstung ist eine der beliebtesten Methoden, um Haushaltsgelder zu stehlen. So werden in der russischen Armee alte Uniformen, Zelte und dergleichen nach einer bestimmten Laufzeit aussortiert und gegen neue Materialien ersetzt. Oft wird das alte Gerät dann zu Spottpreisen an Geschäftsleute mit Verbindungen zur Führungsetage des Verteidigungsministeriums verkauft und dann wieder als neue Ware an die Armee zurückgeliefert.
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Schuldige sollen defekte Fallschirme selbst ausprobieren In diesem Fall hätte der Betrug aber Hunderte russischer Fallschirmjäger das Leben kosten können. Noch ist nicht klar, ob die Staatsanwaltschaft nur wegen Betrugs oder auch wegen versuchter fahrlässiger Tötung ermittelt.
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Blogger der Boulevardzeitung „Moskowski Komsomelez“, die über den Skandal berichtete, schlugen bereits vor, die Verantwortlichen mit den von ihnen gekauften Fallschirmen selbst abspringen zu lassen.
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