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Jesus Christ Superstar ist auch in Russland seit Jahrzehnten beliebt. (Foto: playcast.ru)
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Montag, 01.10.2012

Kreml: Verbot von „Jesus Christ Superstar“ Dummheit

Moskau/Rostow. Sergej Iwanow, Leiter der Präsidialverwaltung, bezeichnet Versuche, das Rockmusical „Jesus Christ Superstar“ zu verbieten, als „reine Dummheit“. Es habe ihm zu Sowjetzeiten den Religionsunterricht ersetzt.

Mitglieder einer russisch-orthodoxen Gemeinde im südrussischen Rostow am Don hatten sich über eine geplante Aufführung des weltberühmten Musicals beschwert – ihrer Meinung nach „verletzt die Darstellung Christi die Gefühle gläubiger Menschen“.

Bei Russland-Aktuell
• Gesetz über Beleidigung religiöser Gefühle in der Duma (26.09.2012)
• "Femen" zeigte wie: Vier christliche Kreuze umgesägt (27.08.2012)
• Pussy Riot sollen im Staatsfernsehen Abbitte leisten (03.09.2012)
• Scharfe Kontroverse um orthodoxe Bürgerwehr in Moskau (23.08.2012)

“Die Bibel kennengelernt“


Ex-Vizepremier Sergej Iwanow hält die Reaktion für „überzogen“ und „offenkundig dumm“, meldet Interfax am Montag. Im Gegensatz zu „manchen modernen Performances und Installationen“ sei das Stück „tatsächlich ein richtiges Kunstwerk“.

Er habe es 1974 in London gesehen und sei „stark beeindruckt“ gewesen: „Ich bin in einem atheistischen Staat aufgewachsen und hatte kein elementares Wissen über die Bibel. Dank dieser Oper habe ich sie kennen gelernt.“

Eine ähnliche Position bezieht auch Daniil Asisow, der Pressesprecher des russisch-orthodoxen Bistums Rostow: „Vor 20 Jahren, als die Bibel noch nicht weit im Umlauf war, haben die Menschen dank dieser Rockoper etwas von Christus erfahren. Das ist ein wunderbares Stück. Darin gibt es nichts, was die Gefühle Gläubiger kränken könnte.“

Immer ausverkauft


Nach der Beschwerde war der Ticketverkauf für die Aufführung am 18. Oktober zeitweise eingestellt worden. Nach Angaben der Veranstalter kommt das Stück schon zum fünften Mal nach Rostow und ist jedes Mal ausverkauft. Es habe niemals vorher Beschwerden gegeben.

Der plötzliche Widerstand gegen das Musical steht offensichtlich in Zusammenhang mit Diskussionen in der russischen Öffentlichkeit über eine mögliche strafrechtliche Verfolgung von „Beleidigungen religiöser Gefühle“. Die Duma berät über ein entsprechendes Gesetz.



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Royaler 02.10.2012 - 00:58

losgelassen und gegensteuern

... die wirst du nicht mehr los ... wenn sie einmal losgelassen ...

Die Absurdität ist in die Freiheit entlassen - die religiös Benebelten dürfen ihre Beklopptheiten jetzt mit öffentlicher Wirksamkeit, staatlich gefördert, unters Volk bringen und die Freiheit des Christenmenschen einschränken lassen. Da fallen selbst die Staatstreuen durch Liberalität auf, um dem selbsterzeugten Zirkus zu steuern.


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