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Gute Laune: Oliver Knickel (Mitte) und fünf weitere "Marsianer" nach dem Ausstieg aus dem Raumschiff (Foto: TV)
Gute Laune: Oliver Knickel (Mitte) und fünf weitere "Marsianer" nach dem Ausstieg aus dem Raumschiff (Foto: TV)
Dienstag, 14.07.2009

Mars-500: Gute Laune bei Rückkehr von simuliertem Marsflug

Moskau. Den Dauerstress der Isolation im Laufe von dreieinhalb Monaten eines simulierten Marsflugs haben sechs freiwillige Versuchskosmonauten offensichtlich gut überstanden. Ein grosser Schritt in Richtung Mars.


Freudestrahlend kamen sie nach 105 Tagen aus der Luke der Versuchsanlage Mars-500 im Moskauer Zentrum für Biomedizin. Freudig wurden sie begrüsst, der Bundeswehrhauptmann Oliver Knickel, ein Airfrance-Pilot und vier russische Kosmonauten, die alle als Honorar für ihren Einsatz immerhin 5.000 Euro pro Monat und Nase mitnehmen können.

"Wir haben jetzt eine Menge Erkenntnisse für die nächsten Missionen", erklärte Johann-Dietrich Wörner, Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das an dem Experiment ebenso beteiligt war, wie die Uni Tübingen und die Europäische Raumfahrtagentur ESA.

Die Anlage: 550 Kubikmeter isolierten Raumes (Foto: TV)
Die Anlage: 550 Kubikmeter isolierten Raumes (Foto: TV)
Zweck der Übung war vor allem, die Auswirkungen von Langzeit-Isolation und -Stress auf das psycho-physiologische Befinden einer kleinen, internationalen Gruppe zu beobachten - unter Bedingungen, die der Realität einer Marsexpedition maximal angenähert sein sollten.

Die sechs "Marsianer" mussten 105 Tage lang auf der Fläche einer Drei-Zimmer-Wohnung miteinander auskommen. Insgesamt 550 Kubikmeter Raum umfasst die Versuchsanlage, inklusive Wohn-, Arbeits- und Vorratsräumen.

Mars-500: Der Gemeinschaftsraum der kosmischen Wohngemeinschaft (Foto: TV)
Mars-500: Der Gemeinschaftsraum der kosmischen Wohngemeinschaft (Foto: TV)

Wohngemeinschaft ohne Ausstiegsmöglichkeiten


Als individueller Rückzugsraum standen der Besatzung jeweils nur Kabinen von drei Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Gestattet war, eigene Notebooks, DVD und Literatur mitzunehmen.

Die Ernährung bestand aus Tiefkühlkost (darunter auch aus deutscher Küche), die am Ende der Reise zur Abwechslung wohl durch selbstgezogene Zwiebeln und Erdbeeren aufgefrischt werden konnte.

Im Not- und Krankheitsfall sollte es auch möglich sein, aus dem "Raumschiff" auszusteigen, allerdings ohne wieder einsteigen zu können. Der Fall trat aber nicht ein.

So intensiv auch die Beobachtung der Crew durch Überwachungskameras in allen Räumen war, so einseitig war die Kommunikation. Da Funksignale vom Mars zur Erde etwa 20 Minuten Laufzeit haben, wurden E-Mails der Besatzung von der simulierten Bodenstation erst mit 40 Minuten Verzögerung beantwortet.

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Zusatzstress durch Störfall bei der Luftversorgung


Für Zusatz-Stress sorgte während der simulierten Mars-Umkreisung ein (simulierter) Störfall an der Luftversorgung, der von den Marsianern aber schnell und kunstfertig mit Klebeband behoben wurde, berichtet einer der Psychologen im russischen Fernsehen.

Auf der Pressekonferenz zum Abschluss des Experimentes im Moskauer Zentrum für Bio-Medizin, das sich insbesondere mit den Auswirkungen von Langzeitflügen auf die menschliche Gesundheit beschäftigt, herrschte unter allen Beteiligten Optimismus.

Die nächste Etappe der Annäherung an den Roten Planeten beginnt zum Jahreswechsel mit einem simulierten Flug über 520 Tage. Das entspricht der Flugzeit zum Mars und zurück plus sechs Monaten Aufenthalts in Marsnähe, um den Rückweg zur Erde zu verkürzen.

In der russischen Raumfahrtagentur gibt es ebenso wie bei der NASA bereits weit fortgeschrittene Projekte für einen Marsflug, allein es mangelt an der Finanzierung. Ein nationaler Alleingang scheint ausgeschlossen. Auf absehbare Zeit dürfte die Weltfinanzkrise stärker sein, als die Wissbegierde.



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