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Baltika-Bier darf künftig nur noch zu Haus geleert werden (Foto: eva/.rufo)
Baltika-Bier darf künftig nur noch zu Haus geleert werden (Foto: eva/.rufo)
Mittwoch, 20.07.2011

Medwedew setzt Russen auf Bier-Entzug – aber erst 2013

Moskau. Präsident Dmitri Medwedew hat die neue Fassung des Alkoholgesetzes ratifiziert. Damit werden speziell Verkauf und Genuss von Bier in der Öffentlichkeit eingeschränkt. Kleiner Trost: Die Änderungen gelten ab 2013.

Das neue Alkoholgesetzt setzt Bier - das inzwischen beliebteste alkoholhaltige Getränk in Russland - anderen alkoholischen Getränken gleich. Damit unterliegt der Gerstensaft auch den gleichen Beschränkungen wie Wodka und Co.

Bierwerbung wird verboten


Bierwerbung – bisher immerhin nach 22 Uhr im Fernsehen erlaubt, ist künftig tabu. TV-Anstalten drohen damit massive Einkommensverluste, waren die Brauereien doch der wichtigste Kunde zu später Abendstunde.

Das Gesetz trifft auch die Inhaber von Kiosken hart. Dort darf Bier künftig nicht mehr verkauft werden. Damit fällt die größte Einkommensquelle der Kioskbesitzer wohl weg.

Bei Russland-Aktuell
• Russisches Bier fließt nicht mehr rund um die Uhr (07.07.2011)
• Entwarnung: Kwas wird nicht mit Alkohol-Bann belegt (06.07.2011)
• Kampf dem Alkohol: Russland droht neues Wodka-Defizit (11.05.2011)
• Bierverkauf in Plastikflaschen soll verboten werden (21.04.2011)
• Revolution im Wodka-Land: Alkohol wird deutlich teurer (24.03.2011)

Nächtliches Verkaufsverbot für Bier


Auch in den Supermärkten steht Bier nun nicht mehr rund um die Uhr zur Verfügung. Das nächtliche Alkoholverkaufsverbot gilt nun auch für Baltika, Schiguljowskoje oder Klinskoje (russische Biersorten). Jeder Supermarktbesitzer, der zwischen 23 Uhr und 8 Uhr morgens Bier verkauft, muss mit Lizenzverlust rechnen.

Wer eine Party organisiert, muss daher künftig genauer vorplanen. Der in Russland bekannte Spruch: „Wie viele Flaschen Du auch gekauft hast, Du musst immer Nachschub holen“ gilt nicht mehr. Das Nachschubholen fällt flach – zumindest nach 23 Uhr.

Trinken in der Öffentlichkeit wird teuer


Den Russen wird auch das Trinken in der Öffentlichkeit abgewöhnt. Der Spaziergang „mit der Pulle in der Hand“ zieht eine Ordnungsstrafe nach sich, genauso wie das Trinken auf Parkbänken oder in Hinterhöfen. Wie hoch die Strafen sind, ist noch nicht bekannt.

Auf diese Weise sollen die Russen zu einem „zivilisierteren Trinken“ erzogen werden: Ein völliges Alkoholverbot ruft nicht die gewünschten Resultate hervor, wie die Antialkoholkampagne unter Michail Gorbatschow eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.

Zwar hat Dmitri Medwedew das Gesetz bereits unterschrieben, in Kraft treten werden die meisten Änderungen jedoch erst zum Januar 2013, also nach den nächsten Präsidentschaftswahlen. Möglicherweise wollte die politische Führung sich vor den Wahlen nicht den Unmut der männlichen Wähler zuziehen.



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