|
Donnerstag, 21.04.2011
Bierverkauf in Plastikflaschen soll verboten werden
Moskau. Voraussichtlich ab 2013 darf in Russland kein Bier in PET-Flaschen mehr verkauft werden. Diese Neuregelung ist Teil des „Biergesetzes“, das die Duma gegenwärtig ausarbeitet. Damit muss knapp die Hälfte des Flaschenbiers anderweitig abgefüllt werden.
|
|
Die Vorschrift, dass Bier nicht mehr in den – vor allem in den unteren Preisklassen - populären Plastikflaschen verkauft werden darf, hat vor der zweiten Lesung des Gesetzes Eingang in den Entwurf gefunden, berichtet heute der „Kommersant“.
|
Das Gesetz wird voraussichtlich zwischen 23 und 8 Uhr den Bierverkauf in Geschäften verbieten. An Kiosken und mobilen Verkaufsständen soll Gerstensaft gar ncith mehr verkauft werden dürfen.
|
Das PET-Flaschen-Verbot wurde dabei unter Verweis auf eine Vereinheitlichung der Regeln in der russisch-weißrussisch-kasachischen Zollunion in das Gesetz aufgenommen. Denn in Kasachstan sind Bierflaschen aus Kunststoff schon jetzt tabu.
Die Abfüllung in PET-Flaschen bringt den Herstellern einen Preisvorteil von 15 Prozent. Auch die Kunden sparen einiges – zumindest wenn man einen Literpreis errechnet, denn die meisten PET-Bierbehälter haben ein Volumen von 1,5 oder 2 Litern. Sie animieren damit dazu, mehr zu trinken als man eigentlich wollte – womit der Plastikbier-Bann ebenfalls als Teil der Antialkohol-Kampagne von Präsident Medwedew gesehen werden kann.
|
Nach Angaben der Zeitung werden gegenwärtig 48 Prozent des in Russland m Handel verkauften Bieres in Kunststoff-Flaschen abgefüllt. Auf Glas entfallen 34 Prozent, auf Dosen 17 Prozent.
|
Die nun bedrohte Bierabfüllung in Plastikflaschen ist dabei eine russische Spezialität: Zwei Drittel aller weltweit für Bier bestimmten PET-Flaschen werden in Russland verbraucht, 15 Prozent in der Ukraine.
|
In der russischen Brauindustrie rechnet man jedenfalls mit deutlichen Umsatzrückgängen, sollte das geplante PET-Abfüllverbot realisiert werden.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>