Sotschi-2014: Ski-Weltcup als erste Bewährungsprobe
Gemeinsam frieren: Dauer-Eiszeit in Russland und Europa
Russland-Aktuell zur Startseite machen


Stanislaw Markelow schreckte als Jurist auch vor heiklen Fällen nicht zurück - und wurde ermordet (Foto: Archiv)
Stanislaw Markelow schreckte als Jurist auch vor heiklen Fällen nicht zurück - und wurde ermordet (Foto: Archiv)
Dienstag, 27.10.2009

Mord an Anwalt Markelow angeblich aufgeklärt

Moskau. Der Aufsehen erregende Mord an dem Anwalt Stanislaw Marekelow ist aufgeklärt. Dies sagt jedenfalls der Bruder des Opfers, der Ex-Duma-Abgeordnete Michail Markelow. Konkrete Angaben machte er jedoch nicht.


Der vor allem in Menschenrechts- und Umweltfragen engagierte Rechtsanwalt Stanislaw Markelow war im Januar nach einer Pressekonferenz in Moskau auf offener Straße erschossen worden. Der Killer tötete auch die junge Journalistin Anastasia Barburowa, die Markelow in diesem Moment begleitete.

„Ich weiß, wer meinen Bruder umgebracht hat“, so Michail Markelow. Nach eigenen Aussagen hat er selbst im In- und Ausland Nachforschungen angestellt, die die offiziellen Ermittlungen voran gebracht hätten.

Spuren führen nicht in den Kaukasus


Laut Markelow hätte der Mord nichts mit den Fällen aus dem Kaukasus-Raum zu tun, die sein Bruder betreut hätte. Insbesondere der „Fall Budanow“ gehöre nicht zu den Hintergründen des Mordes. Stanislaw Markelow hatte unter andere die Familie eines tschetschenischen Mädchens vertreten, die von dem Armee-Offizier Budanow getötet worden war.

Bei Russland-Aktuell
• Politkowskaja und andere Märtyrer für den Rechtsstaat (07.10.2009)
• Menschenrechtler über Sicherheit in Russland besorgt (28.07.2009)
• Skurrile Morddrohung: Eine Axt für Echo Moskaus (06.02.2009)
• Menschenrechtsanwalt Markelow: ein Leben für das Recht (20.01.2009)
• Anwalt einer ermordeten Tschetschenin erschossen (19.01.2009)
Die Täter und Auftraggeber des Mordes an seinem Bruder seien „eng mit einer Reihe russischer und ausländischer nicht-offizieller Organisationen“ verbunden, sagte Michail Markelow. Genauer wurde er gegenüber Ria Novosti nicht, da dies die Ermittlungen behindern könnte.

Eine erhöhte Fluchtgefahr bei den Tätern durch seine Aussagen sieht Markelow nicht: Die Verdächtigen in dem Fall könnten schon heute nicht aus Russland ausreisen, respektive aus dem Ausland einreisen, erklärte er etwas nebulös.

Potentieller Täterkreis: Rechtsradikale?


Markelows Andeutungen könnten auf rechtsradikale Organisationen zutreffen. Eine wenig bekannte Nazi-Gruppe hatte sich nach der Tat in einer e-mail an die „Nowaja Gazeta“ zu der Tat bekannt. Deren Chefredakteur Sergej Sokolow erklärte, er verfüge nicht über die Informationen, von denen Markelow gesprochen habe.
Die oppositionelle Zeitung selbst hatte in einem diese Woche veröffentlichten Artikel die Meinung vertreten, dass die Ermittlungen wohl noch lange andauern werden und Verhaftungen nicht bevorstünden.



Artikel versenden Druckversion

Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.

Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare


Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>



E-Mail (Zur Registrierung. Wird nicht veröffentlich)

Kennwort

Schnelle Neuanmeldung zum Schutz vor Spam
Klicken Sie hier, wenn Sie sich bisher noch nicht für Kommentare registriert haben.




nach oben
Alle Berichte aus dieser Rubrik
Alle Artikel vom Dienstag, 27.10.2009
Zurück zur Hauptseite







(Topfoto: Archiv/.rufo)


Mail an die Redaktion schreiben >>>










Die populärsten Artikel der letzten drei Tage


Mail an die Redaktion schreiben >>>


Schnell gefunden
Russland Veranstaltungen und Kultur-Events in D+A+CH

Die Top-Themen
Kommentar
Sozial und gerecht: Putin verteilt Wahlgeschenke an alle
Kopf der Woche
VTB-Chef: Putin wählen, damit er in 6 Jahren abtritt
St.Petersburg
Medwedew feuert Petersburger Polizeichef nach Skandal
Thema der Woche
Gemeinsam frieren: Dauer-Eiszeit in Russland und Europa
Moskau
Präsidentenwahl: für Putin 28, für Sjuganow 22 Prozent
Kaliningrad
Moskaus Ex-Bürgermeister macht jetzt Mist in Ostpreußen
Der Russland-Aktuell
Nachrichten-Monitor
Montag, 13. Februar
10:46 

Sozial und gerecht: Putin verteilt Wahlgeschenke an alle

09:53 

GLONASS Navigations- und Ortungsgeräte werden Pflicht

09:02 

VTB-Chef: Putin wählen, damit er in 6 Jahren abtritt

01:01 

Russland Geschichte: Ein Sänger und ein Vizeadmiral

Sonntag, 12. Februar
01:01 

Russland Geschichte: Ochrana, Kant, Tadschikistan

Samstag, 11. Februar
02:15 

Russland Geschichte: Iran und Russland vor einem Krieg

Freitag, 10. Februar
18:47 

Offizielle Umfragewerte: Putin im 1. Wahlgang durch

18:13 

9. Russlandlounge: Russland und der deutsche Markt

17:09 

Viel Wind um nichts: 25 Euro Strafe für Putin-Demo

16:14 

Medwedew feuert Petersburger Polizeichef nach Skandal

15:22 

Sotschi-2014: Ski-Weltcup als erste Bewährungsprobe

13:45 

Der potomkinsche Express-Bus - langsam und unbequem

12:48 

Politischer Karneval und Menschenkette um den Kreml

12:15 

Chodorkowski gewinnt Gerichtsverfahren gegen Lagerchef

11:01 

Gemeinsam frieren: Dauer-Eiszeit in Russland und Europa

09:12 

Nach Überfall - Siegerin bei Präsidentenwahlen im Koma

01:01 

Russland Geschichte: Pasternak geboren

Donnerstag, 9. Februar
18:45 

KHL: Hockeyclubs fliegen nur noch mit Airbus und Boeing

18:17 

Putin will freie Januartage auf Anfang Mai verschieben

17:24 

Gorbatschow möchte Wählerliga anführen, soll aber nicht

16:37 

Putin plant patriotisches Meeting mit 200.000 Menschen

15:55 

Skepsis gegen schweizer Riesenpaar Glencore-Xtrata

15:18 

Fußball: Spalletti verlängert Vertrag bei Zenit SPb.

14:01 

Super-Flugzeugträger: Kosmos- und Unterwasser-Einsatz

11:40 

Präsidentenwahl: für Putin 28, für Sjuganow 22 Prozent

10:26 

Neue Atom-U-Boote und Atomraketen für Russland in 2012

09:02 

Noch ein Moskauer Jugendlicher springt in den Tod

01:01 

Russland Geschichte: Dostojewski gestorben

Mittwoch, 8. Februar
18:47 

Russische Forscher erreichen Antarktis-See unter Eis

18:25 

Nächste Pro-und Anti-Putin-Demos nicht mehr weit

17:53 

Deutsche Wirtschaft begrüßt Abkommen mit Kasachstan

15:21 

Petersburger Schwulen-Gesetz in 2. Lesung angenommen

13:42 

Es wird knackig kalt: Minus 35 Grad im Gebiet Moskau

12:56 

Neuer VIP-Unfall: Gouverneurswagen crasht in Fiat

11:40 

Syrien-Streit: Russland dementiert Drohungen an Katar

Unseren kompletten
aktuellen News-Uberblick
finden Sie bei
russland-news.RU

Alle Berichte bei Russland-Aktuell ab 2000 finden Sie in unserem Archiv
Weitere Nutzung im Internet oder Veröffentlichung auch auszugsweise nur mit
ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion (Chefredakteur: Gisbert Mrozek) und mit Quellenangabe www.aktuell.ru
E-mail genügt
www.Russland-Aktuell.ru (www.aktuell.ru) ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.


Basis-Information aus Russland, der Provinz und der GUS auf deutschen Internetseiten:
www.kasachstan.ru, www.russlanddeutsche.ru, www.georgien.ru, www.abchasien.ru, www.ossetien.ru, www.waldikawkas.ru, www.grosny.ru, www.sibirien.ru, www.wolga.ru, www.baikalsee.ru, www.kaukasus.ru, www.sotschi.ru, www.baltikum.ru, www.nowgorod.ru, www.nischni-nowgorod.ru, www.nowosibirsk.ru, www.rubel.ru, www.kultur.ru, www.puschkin.ru, www.wladiwostok.ru, www.sotschi.ru ... und noch einige andere mehr!
Russia-Now - the English short version of Russland-Aktuell








google.com
yahoo.com