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| Alexej Wenediktow gilt als leidenschaftlich argumentierender Journalist (Foto: Archiv/.rufo) | |
Freitag, 06.02.2009
Skurrile Morddrohung: Eine Axt für Echo Moskaus
Moskau. Makaberer Scherz oder eine ernste Drohung? Alexej Wenediktow, Chefredakteur des Radiosenders Echo Moskaus, hat einen skurrilen Fund vor seiner Wohnung gemacht. Unbekannte haben eine Axt in ein Stück Holz geschlagen.
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Der Journalist fand die Axt als er in der Nacht zum 5. Februar nach Hause kam. Wenediktow verständigte sofort die Polizei. Noch vor deren Eintreffen untersuchte er das Treppenhaus und fand noch eine mit Klebeband befestigte Videokamera, die auf seine Tür gerichtet war. Daraufhin erstattete er Anzeige.
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Die Drohung hänge mit der beruflichen Tätigkeit Wenediktows zusammen, vermutet der Sekretär des Journalistenverbandes, Igor Jakowenko. „Das was passiert ist, kann man natürlich nicht mit dem vergleichen, was Anastasia Baburowa [die Journalistin der Nowaja Gaseta wurde im Januar zusammen mit dem Anwalt Stanislaw Markelow in Moskau erschossen – d.R.] oder etwas früher mit Iwan Safronow und Anna Politkowskaja passiert ist – doch es ist aus einer Serie“, sagte Jakowenko.
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Drohungen werden zunehmen Der Leiter des „Zentrums für Journalismus in Extremsituationen“, Oleg Panfilow bewertet die Angelegenheit ebenfalls als Einschüchterungsversuch. „Die politische Situation im Land ist so aufgeladen, dass ich fürchte, die Drohungen gegenüber Pressevertretern und die Angriffe auf Journalisten werden noch weiter zunehmen“, erklärte er.
Wenediktow selbst kommentierte den Vorfall nicht. Er hält sich inzwischen wegen einer Dienstreise in München auf.
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Der Radiosender Echo Moskaus ist ein reiner Nachrichtensender. Er wurde 1990 zu Zeiten der Perestroika gegründet und gilt als der einzige unabhängige Radiosender, der russlandweit sendet.
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