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| US-Abwehrraketen in Polen und Tschechien werden immer unwahrscheinlicher. Foto: TASS | |
Mittwoch, 04.02.2009
Experte: Russland will Atomabrüstung genauso wie USA
Moskau. Obamas heutiger Vorschlag an Russland, das Atomwaffenarsenal um 80 Prozent zu kürzen, trifft in Moskau auf offene Ohren. In dieser strittigen Frage scheinen tatsächliche grundlegende Änderungen anzustehen.
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Wie Russland-Aktuell berichtete, schlägt der neue US-Präsident Russland vor, das Atomraketenarsenal um jeweils 80 Prozent zu senken. Es sollen nur noch höchstens 1.000 Atomwaffen auf beiden Seiten verbleiben.
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Auch die anderen „offiziellen“ Atommächte sollen einen Teil ihrer Raketen verschrotten. Mit Russland will Obama einen Nachfolgevertrag für das im Dezember 2009 auslaufende START-1-Abkommen über die Begrenzung der nuklearen Langstreckenwaffen abschließen. Der Raketenabwehrschild in Polen und Tschechien wird zu den Akten gelegt.
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Es herrscht allgemeine Einigkeit
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Obwohl es zurzeit noch keine offizielle Stellungnahme aus dem Kreml gibt, ist völlig klar: Moskau begrüßt die Initiativen des neuen amerikanischen Staatschefs. In der Vergangenheit haben sowohl Putin als auch Medwedew, Lawrow und andere führende russische Politiker dafür plädiert, das Atomwaffenpotential zu reduzieren. Unterstützung für solche Pläne kommt auch aus Deutschland.
Außenminister Steinmeier hatte bereits im Dezember gesagt, die Abrüstung brauche „neue Impulse“, und an Obama appelliert, einen neuen Dialog mit Russland aufzunehmen. Obama scheint genau diesen Weg einzuschlagen.
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Ehrliche Absicht oder lediglich „Testballon“?
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Der russische Abrüstungsexperte Alexander Pikajew betont gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti, Obamas Idee sei ohne Zweifel positiv. Russland sei nicht weniger an einer atomaren Abrüstung interessiert als die USA.
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Unklar sei allerdings, was Obama konkret mit „80 Prozent“ und „1.000 Raketen“ meint – strategische oder taktische Waffen oder Atomwaffen im Allgemeinen. Auch müsse geklärt werden, wie ernst es Obama mit seinen Vorschlägen meint oder ob alles am Ende nur ein „Testballon“ sei, um die Lage zu sondieren, so Pikajew.
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