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Donnerstag, 22.01.2009
Nach Attentat: Waffenscheine für russische Journalisten?
Moskau. Der am Montag in Moskau auf offener Straße ermordete Menschenrechtler und Anwalt Stanislaw Markelow wird morgen beerdigt. Die „Nowaja Gaseta“, deren Autorin bei dem Attentat ebenfalls getötet wurde, beantragt nun Waffenscheine für ihre Mitarbeiter.
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Die Redaktion der Kreml-kritischen russischen Zeitung „Nowaja Gaseta“ hat beim Inlandsgeheimdienst FSB demonstrativ Waffenscheine beantragt: „Wenn die Behörden uns nicht schützen können, dann erlaubt unseren Journalisten, Waffen zu tragen“, erklärte Alexander Lebedew, Mitherausgeber der Zeitung, am Donnerstag vor der Presse die Argumentation.
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Am Montag war in der Moskauer Innenstadt beim Attentat auf den durch einen aufgesetzten Kopfschuss getöteten Anwalt und Menschenrechtler Stanislaw Markelow auch die Journalistikstudentin Baburowa getötet worden. Sie schrieb als freie Journalistin für die „Nowaja Gaseta“ über die russische Neonazi-Szene. Für diese Zeitung arbeitete auch die 2006 ermordete Anna Politkowskaja.
Bislang haben die russischen Behörden keine Fahndungserfolge in dem Aufsehen erregenden Fall gemeldet. Der Täter sei maskiert gewesen und habe sein Gesicht mit Erfolg vor allen Überwachungskameras in Tatortnähe verborgen.
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Es sei deshalb nicht einmal möglich, ein Phantombild anzufertigen, so der Moskauer Polizei-Chef Michail Pronin.
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