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| Im sibirischen Jeruda gibt es kaum den Luxus, den Milliardär Michail Prochorow schätzt (Foto: newsru) | |
Montag, 25.05.2009
Ab nach Sibirien: Reichster Russe Prochorow zieht um
Krasnojarsk. Erzwungener Wohnortwechsel: Russlands reichster Oligarch Michail Prochorow zieht ins unwirtliche Jeruda, 400 Kilometer nördlich von Krasnojarsk in der sibirischen Taiga. Zumindest zahlt er dort künftig Steuern.
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Von Krasnojarsk bis Jeruda sind es 13 Stunden mit dem Auto. 200 Einwohner hat die Ortschaft – und seit jüngstem zählt auch der Milliardär Michail Prochorow dazu. Er finde es logisch und richtig, seine Einkommenssteuer in der Region zu bezahlen, wo das Einkommen herkomme, ließ Prochorow ausrichten.
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Prochorow zieht zu seinen Goldschätzen in die Taiga Prochorows Einkommen ist gewaltig. Trotz der Finanzkrise wird sein Vermögen noch auf 9,5 Mrd. USD geschätzt. Ein Teil dieses gewaltigen Kapitals wird tatsächlich in Jeruda erarbeitet. Denn dort befinden sich große Goldlagerstätten.
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Die Reserven der Lagerstätte Olympiadinskoje werden auf 400 Tonnen geschätzt. Immerhin 5.000 Arbeiter fördern in den Bergwerken rund um Jeruda Gold aus der Erde – auf Montage. Zum Wohnen ist die Region nicht besonders geignet.
Das Klima in in diesem Teil Sibiriens ist rau – am Sonntag hat das russische Wetteramt in der nächstgelegenen Stadt Jenissejsk noch Tiefsttemperaturen um den Gefrierpunkt gemessen – im kurzen Sommer können die Temperaturen in der Taiga allerdings drastisch ansteigen.
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Rund 500 Mio. USD Steuern werden umverteilt In Eruda hat der größte Goldproduzent Poljus Solota (Polyus Gold) seinen Sitz. Prochorow ist Aufsichtsratschef und Großaktionär in einer Person. Dennoch hat der Multimilliardär die Geschäfte bisher von Moskau aus geführt und auch dort seine Steuern bezahlt.
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Prochorow wird natürlich auch in Zukunft vor allem in Moskau leben, in Jeruda wurde er bisher jedenfalls von seinen Nachbarn noch nicht gesehen. Die Steuern zahlt der Oligarch aber künftig beim Finanzamt der Region Krasnojarsk ein. Das dürften in diesem Jahr rund 500 Mio. USD sein.
Forderung aus dem Kreml Ganz freiwillig ist dieser Umzug nicht, auch wenn Prochorow und der Gouverneur von Krasnojarsk, Alexander Chloponin alte Bekannte sind (beide sind zusammen auf die Uni gegangen und haben später bei Norilsk Nickel gearbeitet). Intern fordert die russische Regierung nämlich bereits seit längerem von den Geschäftsleuten, mehr soziale Verantwortung für die Regionen zu übernehmen, aus denen sie stammen.
In der Vergangenheit stand Prochorow zumindest weniger wegen seiner sozialen Fürsorge im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Die Medien interessierten sich mehr für den Luxus und die Ausschweifungen des Playboy-Oligarchen.
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Kerimow zahlt im Kaukasus, Abramowitsch auf Tschukotka Andere Milliardäre sind der Forderung aus dem Kreml schon gefolgt. So zahlt der aus dem Kaukasus stammende Milliardär Suleiman Kerimow seine Einkommenssteuer schon seit vergangenem Jahr in Dagestan. Seine gut 70 Mio. Euro machen damit immerhin sieben Prozent des gesamten Haushalts der Kaukasus-Republik aus. Für seine Heimatstadt Derbent bedeuten die Steuerzahlungen Kerimows sogar 35 Prozent des städtischen Etats.
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Roman Abramowitsch sorgt seit Jahren beinahe im Alleingang für den Haushalt der russischen Arktis-Halbinsel Tschukotka. Dies geschieht allerdings weniger aus Heimatverbundenheit, als aus politischen Motiven – Abramowitsch war erst Gouverneur und ist inzwischen Parlamentschef der Tschuktschen. Den Job erledigt er größtenteils von London aus.
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