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Dienstag, 20.01.2009
Aktualisiert 20.01.2009 16:10
Moskau: Noch keine heiße Spur im Mordfall Markelow
Moskau. Die Ermittlungen wegen des Mordes an dem Anwalt Stanislaw Markelow und einer Journalistin der „Nowaja Gazeta“ laufen in Moskau auf Hochtouren. Eine „heiße Spur“ gibt es aber offenbar noch nicht.
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Nach Angaben der Staatsanwaltschaft werden jetzt die Aufzeichnungen von Überwachungskameras sowie Verbindungsdaten von Mobiltelefonen in dem Areal an der Metrostation Kropotkinskaja überprüft. Auch werden Zeugen gesucht und befragt, die den Killer gesehen haben könnten.
Es soll bereits mehrere Videoaufnahmen des mutmasslichen Täters geben.
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Generalstaatsanwalt Juri Tschaika nahm das Ermittlungsverfahren unter seine persönliche Kontrolle.
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Markelow war nach einer Pressekonferenz auf offener Straße durch einen Kopfschuss getötet worden. Er ging in Begleitung der Journalistikstudentin Anastasija Barburowa, die freiberuflich für die oppositionelle „Nowaja Gaseta“ arbeitete – jener Zeitung, für die auch die ermordete Top-Journalistin Anna Politkowskaja tätig gewesen ist.
Barburowa schrie nach den Schüssen auf und machte einige Schritte in Richtung des Täters. Dieser drehte sich daraufhin um und feuerte auch ihr in den Kopf. Sie starb später im Krankenhaus.
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Die Ermittler wie auch Kollegen Markelows verbinden die Tat nicht unbedingt mit dessen Engagement im Fall Budanow. Es könnte auch sein, dass ein anderer von ihm betreuter Fall dahinter steckt, bei dem es „um viel Geld“ gehen kann.
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Markelow hatte kurz vor seinem Tod auf einer Pressekonferenz erklärt, er wolle gegen die vorzeitige Haftentlassung des ehemaligen Offiziers Juri Budanow protestieren. Budanow hatte 2000 in Tschetschenien eine 18-jährige Frau vergewaltigt und getötet, die er für eine Scharfschützin der Separatisten hielt.
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Aufgrund der kaltblütigen Art des Mordes wird davon ausgegangen, dass es sich hier um das Werk eines routinierten Auftragskillers handelt.
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