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| Die russisch-chinesische Grenze am Amur ist gut gesichert, kann aber keine Giftabwässer stoppen (Foto: Mostoslawski/.rufo) | |
Mittwoch, 23.11.2005
Russen warten auf die Giftwelle aus China
Moskau. Nach einer schweren Explosion in einer chinesischen Chemiefabrik breitet sich in Russland die Angst aus. Eine Giftwelle könnte Anfang Dezember die Fernost-Metropole Chabarowsk erreichen.
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Die chinesischen Behörden haben inzwischen zugegeben, dass bei der Explosion am 13. November große Mengen Benzol in die Umwelt freigesetzt wurden. In dem Fluss, der durch die Millionenstadt Harbin fließt, seien die Grenzwerte der krebserregenden Substanz um das Hundertfache überschritten, meldete Spiegel Online.
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Benzolwelle am Wochenende im Amur
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In Harbin wurde inzwischen die Trinkwasserversorgung eingestellt, tausende von Einwohnern sollen die Stadt verlassen haben. Noch hat der russische Katastrophenschutz keine Angaben über die Schadstoffmenge und –zusammensetzung, die nach dem Unglück in China mit einer Geschwindigkeit von etwa 100 Kilometern pro Tag über den Sungari-Fluss langsam auf den Amur zufließt.
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Voraussichtlich am kommenden Wochenende wird die Giftwelle im zu Russland gehörenden Jüdischen Autonomen Gebiet den Amur erreichen. Die Mitarbeiter der russischen Umweltbehörden wurden schon vor einigen Tagen in Alarmbereitschaft versetzt.
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Die Behörden warnten gleichzeitig vor Panik. Das Wasser des Amur werde sowieso lediglich „zu technischen Zwecken“ und keineswegs als Trinkwasser verwendet, da es ohnehin stark verschmutzt sei, hieß es. Außerdem werde die Benzolkonzentration durch den Zusammenfluss von Sungari und Amur stark abnehmen.
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(kp/.rufo)
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