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| Als Putin im Oktober für Sarkozy den Chauffeur spielte, waren beide nicht angeschnallt, nun fiel Putin erneut auf (Foto: flickr.com) | |
Freitag, 08.02.2008
Wiederholungstäter: Putin als Verkehrsrowdy erwischt
Sotschi. Pro Jahr sterben in Russland 35.000 Menschen bei Verkehrsunfällen. Präsident Putin hatte daher schon mehrfach schärfere Gesetze gegen Verkehrssünder gefordert. Nun wurde er selbst erwischt – nicht das erste Mal.
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Tatort Sotschi. Am Dienstag hatte der russische Präsident in Sotschi eine Sitzung des Olympiakomitees geleitet. Anschließend begutachtete er auch eine neue Umgehungsstraße von Sotschi.
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Chauffeur Putin nicht angeschnallt Wladimir Putin selbst saß am Steuer seines Dienst-Mercedes, Ministerpräsident Viktor Subkow auf dem Beifahrersitz. Beide Politiker waren, wie sich nun herausstellt, nicht angeschnallt. Dies beweisen Überwachungsfotos des Tunnels, durch den der Präsident raste. Das Licht im Tunnel anzuschalten, hatte der VIP-Chauffeur in der Eile übrigens auch vergessen.
Das Nichtanschnallen galt in Russland lange Zeit als Kavaliersdelikt. Russische Autofahrer begründeten ihre Unlust damit, dass in russischen Fahrzeugen der Sicherheitsgurt angeblich öfter zur Todesfalle als zum Rettungsanker werde. Doch diese Ausreden gelten nicht mehr. Seit Anfang des Jahres wird das Nichtanschnallen von der Verkehrspolizei mit einer Geldstrafe von 500 Rubeln (knapp 15 Euro) geahndet.
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Verschärfte Gesetze und verstärktes Rechtsbewusstsein gefordert Nicht zuletzt Putin hatte sich für eine Verschärfung der Gesetzgebung ausgesprochen. Und nur einen Tag vor seiner Fahrt hatte er noch gefordert, „das Rechtsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer zu erhöhen“. Dabei mit gutem Beispiel voranzugehen, hielt Putin allerdings wohl nicht für nötig.
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Es ist nicht die erst derartige Aktion des russischen Präsidenten. Im Oktober 2007 beim Besuch von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy in Moskau betätigte sich Putin schon einmal als Chauffeur. Auch damals waren beide Staatschefs nicht angeschnallt. Augenzeugen berichteten zudem, dass die Präsidenten mit stark überhöhter Geschwindigkeit durch einen Park gerast seien. Die „Diktatur des Gesetzes“ gilt in Russland offensichtlich noch nicht für jedermann.
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