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| Der Ex-General wurde auf einem Stadionsparkplatz im Auto erschossen (Foto: life.ru) | |
Dienstag, 24.02.2009
FSB-General wegen Gouverneurs-Wechsel ermordet?
Moskau. In Moskau ist ein ehemaliger General der Geheimpolizei FSB ermordet worden. Alexander Rogatschjow war früher der Schwiegersohn des dieser Tage abgelösten Gouverneurs von Orjol, Jegor Strojew.
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Die Leiche des 46 Jahre alten Rogatschjow war am Sonntag Abend in einem abgestellten Geländewagen auf dem Areal eines Stadions am Leningrader Prospekt aufgefunden worden. Im Kopf des Toten steckte eine Pistolenkugel.
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Mord nach dem Machtverlust einer Polit-Sippe? Der Mord geschah nur zwei Tage nachdem Rogatschows Ex-Frau Marina Rogatschjowa ihr Mandat im Föderationsrat abgegeben hatte. Sie vertrat dort den Gouverneur des Gebietes Orjol Jegor Strojew – der zugleich ihr Vater ist.
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Der 76 Jahre alte Strojew war wenige Tage zuvor von Präsident Dmitri Medwedew von seinem Posten enthoben worden. Als Grund wurde im Kreml die mangelnde Effektivität der dortigen Verwaltung genannt. Strojew hatte die Leitung des Gebietes im Westen Russlands schon zu Sowjetzeiten inne.
In den 90er Jahren, als noch die Regionaloberhäupter selbst im Föderationsrat saßen, hatte Strojew lange als Vorsitzender des russischen Oberhauses amtiert. Nun könnte er dort eventuell an Stelle seiner Tochter wieder als einfacher Deputierter einziehen, mutmaßten russische Medien.
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Darüber, ob der Mord an dem Ex-General mit diesem regionalen Machtwechsel zusammen hängt oder nicht, ist momentan offen. Dahinter könnten auch damit verbundenen geschäftliche Interessen stehen.
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Kleines regionales Wirtschaftsimperium Einem Bericht der Wirtschaftszeitung RBK- Daily zufolge dirigiert die gelernte Pädagogin Rogatschjowa im Gebiet Orjol ein ganzes Geschäftsimperium, das unter der Protektion ihres Vaters gedieh. Gouverneur Strojew habe dafür gesorgt, dass seine Tochter an „jedem mehr oder weniger einträglichen Business“ im Gebiet beteiligt werde.
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Obwohl sie zum Abschied vom Föderationsrat den Orden „Für aktive Arbeit“ erhielt, sei sie als Politikerin oder Repräsentantin der Region faktisch nicht in Erscheinung getreten, so eine Abgeordnete des Orjoler Gebietsparlamentes gegenüber der Zeitung.
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Der getötete Ex-General wäre in letzter Zeit als Geschäftsmann tätig gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Womit er sich beschäftigte und ob er wirtschaftlich mit seiner Ex-Frau zu tun hatte, wurde nicht gesagt.
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