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Dienstag, 17.02.2009
Kehraus bei den Gouverneuren: Vier Posten neu besetzt
Moskau. Präsident Dmitri Medwedew hat gestern gleich vier Verwaltungs-Chefs russischer Regionen ihrer Ämter enthoben. Auf den vakant gewordenen Posten im Gebiet Woronesh soll mit Alexander Gordejew dabei der bisherige Landwirtschaftsminister nachrücken.
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Einen solchen Kehraus an einem Tag hat es in der Gouverneursriege bisher noch nie gegeben: Ihren Posten verloren die Gebiets-Chefs der Regionen Woronesch (Wladimir Kulakow), Pskow (Michail Kusnezow), Orjol (Jegor Strojew)und des autonomen Nenzen-Kreises (Valeri Potapenko).
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Mit Strojew wurde dabei ein Methusalem der Zunft aufs Altenteil geschickt: Er leitete die Verwaltung des Gebietes Orjol bereits seit 1985. Bis 2001 hatte Strojew als Vorsitzender des Föderationsrates auch das nominell viertwichtigste Amt im Staate inne.
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Aus der Kreml-Verwaltung verlautete, dass der Personenwechsel „im Kontext der Erhöhung der Verwaltungseffektivität“ zu sehen sei. In allen betroffenen Gebieten macht sich die wirtschaftskrise besonders stark bemerkbar.
Die vier vom Kreml Nachfolger nominierten Kandidaten sind alle Mitglieder der Putin-Partei „Einiges Russland“. Die wirtschaftlich wichtige Region Woronesh soll der bisherige Landwirtschaftsminister Alexander Gordejew übernehmen. Er gehört seit fast zehn Jahren in diesem Amt der russischen Regierung an. Seine Entlassung wurde aber noch nicht offiziell bekannt gegeben.
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Alexander Koslow, einer der bisherigen Stellvertreter Gordejews, soll zeitgleich den Gouverneursposten in Orjol übernehmen. Das Gebiet Pskow wird in Zukunft von Andrej Turschtak geleitet, der bisher für Pskow als Senator im Föderationsrat saß. Das Nenzen-Gebiet im äußersten Nordosten Europas übernimmt Igor Fjodorow, bisher Vizegouverneur von Archangelsk.
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Nach dem sich das Personenkarussell gestern so schnell drehte, erstaunt es, dass ein fünfter Krisenregions-Gouverneur heute seinen Job behalten durfte: Nikolaj Winogradow erhielt vom Kreml erneut das Mandat zur Führung des Gebiets Wladimir. Anders als seine neu ernannten Kollegen ist Winogradow Mitglied der Kommunistischen Partei.
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