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Dienstag, 24.02.2009
Russland morgen: Kuriose Klage gegen Chodorkowski
Moskau. Die beiden ehemaligen Yukos-Chefs Michail Chodorkowski und Platon Lebedew sind für ihren am 3. März beginnenden zweiten Strafprozess aus Tschita nach Moskau überführt worden.
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Morgen wird jedoch in Moskau vor einem anderen Gericht zunächst ein beinahe kurios anmutende Zivilklage gegen Michail Chodorkowski verhandelt: Ein ehemaliger Mithäftling hat ihn auf 500.000 Rubel (ca. 11.000 Euro) Schmerzensgeld verklagt, weil der Ex-Oligarch in angeblich vor drei Jahren im Straflager sexuell belästigt haben soll. Chodorkowski wird bei dieser Verhandlung nicht persönlich zugegen sein.
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Bei dem Kläger handelt es sich nach Darstellung der Chodorkowski-Verteidiger um einen Drogensüchtigen und Beinahe-Analphabeten, der schon einmal von Chodorkowskis Gegnern „als Marionette missbraucht“ worden sei: Alexander Kutschma hatte 2006 Chodorkowski mit einem spitzen Gegenstand an der Nase verletzt.
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Nach Darstellung der Chodorkowski-Anwälte war dies ein Mordversuch, der aber aufgrund der Nervenschwäche des Angreifers scheiterte.
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Die Tatsache, dass Kutschma sich drei Jahre nach diesem Vorfall nun in einer umfangreichen Klageschrift an angebliche Übergriffe Chodorkowskis „erinnere“, beweise, wie konstruiert und zugleich peinlich die Kampagne gegen ihren Mandanten sei.
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Das Moskauer Stadtgericht teilte heute mit, dass die beiden prominenten Inhaftierten inzwischen im Moskauer Untersuchungs-Gefängnis „Matrosskaja tischina“ eingetroffen seien. Fünf Anwälte der beiden Ex-Oligarchen sowie Chodorkowskis Ehefrau erhielten bereits Besuchs-Genehmigungen.
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