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| George Bush und Michail Saakaschwili ließen sich feiern (Foto: www.newsru.com) | |
Dienstag, 10.05.2005
George Bush tanzt in Tiflis
Moskau (Aktualisiert 17:30). Tausende Schaulustige waren auf dem zentralen Platz der georgischen Hauptstadt Tiflis, um eine Rede des US-Präsidenten zu hören. Bush nannte Georgien einen Leuchtturm der Freiheit.
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Nach Riga und Moskau wurde am Montagabend das georgische Tiflis zur geschlossenen Stadt. US-Präsident George Bush landete im Kaukasus, der letzten Station seiner fünftägigen Europa-Reise. In der Hauptstadt Tiflis waren extreme Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. Der Luftraum über der Kaukasus-Republik wurde vollständig geschlossen, die Ankunftszeit des Präsidentenjets geheim gehalten.
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Den Montagabend verbrachte Bush in Gesellschaft des georgischen Staatschefs Michail Saakaschwili, der zuvor sowohl das GUS-Gipfeltreffen, als auch die Moskauer Siegesfeiern boykottiert hatte. Nach einem Bummel durch die Altstadt von Tiflis wurde der Gast aus den USA von einem Volkstanz-Ensemble begrüßt. Aus Sicherheitsgründen seien den Tänzern die Krummdolche abgenommen worden, die eigentlich zum Kostüm gehören.
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Eine Beispiellose Geste
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Die Darbietungen waren ganz offensichtlich ganz nach dem Geschmack von Bush. Der Präsident klatschte eifrig, tanzte ein wenig und ließ sich mit den Künstlern fotografieren. “Das ist wunderbar!” kommentierte er den Auftritt einer Kindertanzgruppe. Nach einem georgischen Abendessen mit Saakaschwili und dessen Frau gab es in Tiflis ein Feuerwerk. Nach dem Festessen versuchte Bush sich erneut an einem georgischen Volkstanz.
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“Der Besuch von George Bush ist eine beispiellose Geste zur Unterstützung Georgiens”, erklärte der georgische Staatschef am Montagabend. Nach dem Sturz von Ex-Präsident Eduard Schewardnadse erklärte die neue georgische Führung den Beitritt der Kaukasus-Republik zur Nato und EU zu ihren Hauptzielen.
Die Beziehungen zum Nachbarland Russland haben sich unter Saakaschwili dagegen weiter zugespitzt. Hauptstreitpunkte zwischen beiden Staaten sind die russische Truppenpräsenz in Georgien und Moskaus Hilfe für die beiden von der georgischen Zentralregierung abgespalteten Teilgebiete Abchasien und Südossetien.
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Am Dienstag traf sich Bush erneut mit Saakaschwili, dieses Mal zu offiziellen Verhandlungen. Anschließend will der US-Präsident auf dem Freiheits-Platz der georgischen Hauptstadt, dem Schauplatz der “Rosenrevolution” im Herbst 2003, eine Rede halten - auf einer von Panzerglas umgebenen Tribüne. Statt der erwarteten 100.000 Zuhörer kamen etwa 35.000 Menschen. Mehrere tausend Schaulustige drängten bereits am Vormittag auf den Platz und durchbrachen die Barrieren, die von Sicherheitskräften aufgebaut worden waren. Am Rande des Bush-Besuchs demonstrierten tschetschenische Flüchtlinge gegen Russland.
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(kp/.rufo)
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