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| Medwedew und Putin. Zerreißt die Krise das Tandem an der russischen Spitze? (Foto: TV) | |
Mittwoch, 29.04.2009
Krisenopfer im Kreml: Medwedew vor dem Rücktritt ?
Moskau. Die US-amerikanische Consultingfirma Eurasia Group macht sich „Sorgen“ um Kremlchef Medwedew. Der könnte der anhaltenden Wirtschaftskrise und steigender Unzufriedenheit zum Opfer fallen, prognostizieren die Analysten.
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Das Szenario der Eurasia Group sieht folgendermaßen aus. Russland bekommt die Wirtschaftskrise nicht in den Griff. Der Rubel wird erneut abgewertet, Inflation und Arbeitslosigkeit – derzeit liegt sie inoffiziellen Schätzungen nach bereits bei sieben Millionen – steigen weiter an; ebenso die Unzufriedenheit in der Bevölkerung.
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Proteste sollen im Ural und in Sibirien beginnen Proteste beginnen im Ural und in Sibirien, zunächst in den so genannten „one-company towns“, d.h. in den Städten, die nur einen großen Arbeitgeber (meist Rohstoff- oder Metallurgiekonzerne) haben. Laut Eurasia nehmen die Proteste schnell zu und es kommt sogar in den beiden „Hauptstädten“ St. Petersburg und Moskau zu Demonstrationen im Sommer.
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Präsident Medwedew, der derzeit in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem als Zauderer während der Krise dastehe, werde dem öffentlichen Druck im Herbst nachgeben müssen und den Präsidentensessel räumen.
Wird Putin wieder Präsident ? Dort nimmt dann wieder Ex-Präsident Wladimir Putin Platz, der derzeit Regierungschef ist. Zugleich nutzt die Geheimdienstfraktion im Kreml den Druck der Straße, um sich von den Liberalen in der Regierung: Alexej Kudrin und Igor Schuwalow zu befreien.
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Immerhin die Wahrscheinlichkeit dieses Horrorszenarios schätzen selbst die Analysten als nicht besonders groß ein. Ihrer Ansicht nach liegt die Chance für das Eintreffen dieser Abfolge von Ereignissen bei 20 Prozent.
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Szenario von Eurasio unwahrscheinlich, Regierungsumbildung möglich Tatsächlich scheint es derzeit unwahrscheinlich, dass die Russen bereits im Sommer auf die Straße gehen. Grund dafür ist nicht nur die beinahe sprichwörtliche Geduld der Russen mit ihren „Zaren“, sondern dass Russland derzeit noch über ausreichend Mittel verfügt, um die Krise sozial abzufedern. Zudem scheint es noch unwahrscheinlicher, dass sich der Kreml dem Druck der Straße beugt.
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Allerdings gibt es auch unabhängig von „amerikanischen Experten“ in Russland Gerüchte um eine Regierungs-Umbildung. Von der Rochade an der Machtspitze sind dem Vernehmen nach aber bislang weder Medwedew noch Putin betroffen. Wer am Ende als Sündenbock aus der Regierung ausscheiden muss, steht aber wohl noch nicht fest.
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