 |
|
| Die Welt kann nicht aus einer Hauptstadt regiert werden ... (Foto: Archiv) | |
Mittwoch, 29.04.2009
Obamas 100 Tage: Er kann doch nicht übers Wasser laufen
Gisbert Mrozek, Moskau. Natürlich setzte man in Russland Hoffnungen auf Obama. Zum Beispiel bei atomarer Abrüstung. Wer will sich schon totrüsten. Aber auf Russlands Polit-Olymp fehlte von Anfang an die euphorische Obama-Manie.
|
|
Obamas Amtseinführung wurde in den russischen Medien - in wohltuendem Gegensatz zu den deutschen - doch nicht so begeistert abgefeiert, als handele es sich um das eigene Staatsoberhaupt oder Jesus-Christ-Superstar.
|
Überhaupt hat in Moskau kaum jemand geglaubt, Obama könne messianisch übers Wasser gehen. Und das ist auch gut so - zu dieser Einschätzung neigen inzwischen doch viele Kommentatoren. Besonders nach den jüngsten Ausführungen der US-Aussenministerin Hillary Clinton vor dem Kongress.
Clinton erklärte dem US-Kongress, dass China, Russland und Indien (in dieser Reihenfolge) doch regionale Schlüsselmächte seien und dass ohne US-Führerschaft in der Welt gar nichts gehe.
|
Den Grundansatz der US-Aussenpolitik formulierte Clinton selten griffig: Kombination von diplomatischen Anstrengungen und militärischer Stärke. Kurz und gut: Obama hat die Verpackung verändert, nicht den Inhalt.
|
Dennoch ergibt sich daraus west-östliches Kooperations-potential, das Medwedew zu realisieren versucht, denn Russland braucht Ruhe für die Entwicklung. Und das ist auch eine Chance für Europa.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>