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Ohne Visaantrag geht es derzeit weder für Russen nach Europa, noch für Europäer nach Russland (Foto: Archiv/.rufo)
Ohne Visaantrag geht es derzeit weder für Russen nach Europa, noch für Europäer nach Russland (Foto: Archiv/.rufo)
Dienstag, 11.10.2011

Moskau startet neue Initiative für Visafreiheit mit EU

Moskau. Ein Reisepass und ein Hin- und Rückflugticket mit einem normalen Linienflug sollen Russen ausreichen, um in die Schengen-Länder einzureisen. Diese Forderung wollen Duma-Abgeordnete im Europaparlament durchsetzen.

Der Vorschlag stammt vom LDPR-Abgeordneten Pawel Tarakanow, der ihn zusammen mit der russischen Jugend-Bürgerkammer ausgearbeitet hat. Die Idee, ausgerechnet Fluggäste von der Visapflicht zu befreien, sei ganz einfach, begründet er.

Sicherheitskontrollen an russischen Flughäfen scharf


„Die Europäer fürchten besonders um ihre Sicherheit; fürchten, dass Ausländer Waffen oder Drogen einschmuggeln. Aber die Europäer konnten sich mit eigenen Augen davon überzeugen, welch strenge Sicherheitskontrollen wir an den Flughäfen haben. Strenger als an Europas Flughäfen“, sagte Tarakanow.

Eine massenhafte Auswanderung von Russen nach Europa befürchtet Tarakanow nicht. Wer wollte, sei bereits in den 90er Jahren in den Westen gegangen, so seine Begründung.

Bei Russland-Aktuell
• EU-Parlament für Visaerleichterungen für Russen (28.09.2011)
• USA versprechen Russen schnelle Visaerleichterungen (13.07.2011)
• Ostausschuss fordert Visa-Freiheit bis 2018 (07.07.2011)
• Premier Putin gegen Visa-Privilegien für Kaliningrad (07.06.2011)
• Russland und EU stimmen Plan zur Visafreiheit ab (26.05.2011)

Europäische Parlamentarier unterzeichnen Resolution nicht


Ein erster Versuch, die Initiative europäischen Parlamentariern unterzujubeln, ist aber gescheitert. Bei einem Austausch russischer und europäischer Jungparlamentarier bot die Jugend-Bürgerkammer die Resolution den mitgereisten Europaparlamentsabgeordneten ad hoc zur Unterschrift an. Doch die winkten höflich, aber bestimmt ab.

Niemand habe sie vorgewarnt, hieß es zur Begründung. Doch im November findet in Brüssel ein weiteres Treffen dieser Art statt. Bis dahin hoffe man auf eine Reaktion des Europaparlaments, so Tarakanow.

Europa kann sich bei Visafreiheit nicht einigen


Der Erfolg der Initiative scheint derzeit eher fraglich, denn in Europa herrschen große Differenzen in bezug auf die Frage der Visafreiheit für Russen. Während Tourismusländer wie Spanien und Italien dafür sind, herrscht in Deutschland eher Skepsis. Im Baltikum ist die Ablehnung noch größer. Man denke darüber nach, erklärte denn auch ein Sprecher des Europaparlaments, wenig versprechend.

Seit 2002 versucht Moskau, Visafreiheit mit der Schengen-Zone zu erreichen. Einige Vereinfachungen hat es seit der Zeit gegeben. Doch von der Abschaffung der Visapflicht sind beide Seiten noch weit entfernt.



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