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| Nach Montenegro würde nun auch Abchasien endlich offiziell unabhängig werden (Foto: .rufo) | |
Dienstag, 23.05.2006
Russland respektiert Unabhängigkeit Montenegros
Moskau. Russland hat zurückhaltend auf das Unabhängigkeits-Referendum in Montenegro reagiert. In Moskau werde die Entscheidung der montenegrinischen Bürger respektiert, hieß es im Außenministerium.
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Russland hoffe nun auf die Entwicklung gutnachbarschaftlicher Beziehungen zwischen den beiden einstigen jugoslawischen Teilrepubliken, heißt es in einer Erklärung des Ministerium weiter Sowohl Serbien als auch Montenegro würden enge wirtschaftliche und politische Partner Russlands bleiben. „Unsere Zusammenarbeit mit jeder der beiden Republiken baut auf einem festen politischen und wirtschaftlichen Fundament und gewachsenen historischen Wurzeln auf.“
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Zerfall Jugoslawiens von außen angeheizt
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Kritischer äußerte sich der staatliche Moskauer Auslandsrundfunk „Stimme Russlands“. Der Zerfall Jugoslawiens sei von außen angeheizt worden. Der Westen habe auf eine „Beseitigung“ des Vielvölkerstaates hingearbeitet, für die Montenegriner werden aber nach der Unabhängigkeits-Euphorie schon bald eine Phase der Enttäuschung folgen.
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Moskauer Reiseunternehmen beeilten sich zu erklären, die Unabhängigkeit Montenegros werde keine Auswirkungen auf die Sommersaison an der Adria haben. Die kleine Balkan-Republik entwickelt sich – vor allem dank visafreier Einreise – zu einem immer populäreren Reiseziel für Russen, die auch zunehmend Immobilien an der Küste erwerben.
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Für regelrechte Euphorie sorgte das Ergebnis der Volksabstimmung dagegen in den international nicht anerkannten Splitter-Staaten auf dem Gebiet der einstigen Sowjetunion. Nach der Unabhängigkeit Montenegros und der wahrscheinlichen Abspaltung des Kosovo von Serbien hoffen auch Abchasen, Osseten und die Führung der Dnjestr-Republik, der Status ihrer Länder werde nun bald geklärt. „Eine derartige, zivilisierte Form der Selbstbestimmung kann man nur begrüßen“, erklärte der abchasische Präsident Sergej Bagapsch. „Jetzt, wo der Selbstbestimmungsprozess der Völker fortgesetzt wurde, sollten auch Abchasien und Süd-Ossetien die Unabhängigkeit erhalten“, sagte er.
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Anders als im Falle des Balkans weigert sich Georgien allerdings bislang kategorisch, den Verlust der beiden autonomen Gebiete anzuerkennen. Allenfalls auf eine weitgehende Autonomie will sich die Führung in Tiflis einlassen.
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(kp/.rufo)
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