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| An Warlord Umarow scheiden sich im kaukasischen Untergrund die Geister. (Foto: TV) | |
Montag, 16.08.2010
Streit um Umarow: Kaukasus-Untergrund vor der Spaltung
Grosny. Eine Gruppe tschetschenischer Untergrundkämpfer hat ihren Austritt aus dem „Emirat Kaukasus“ erklärt. Der Streit um den zunächst zurückgetretenen und dann wiedergekehrten Warlord Umarow könnte die Islamisten spalten.
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Auf einem im Internet veröffentlichten Video sind etwa 50 Untergrundkämpfer zu sehen, unter ihnen die bekannten Anführer Aslambek Wadalow und Hussein Gakajew. Sie erklären ihr Ausscheiden aus der Befehlsgewalt des „Emirs“ Doku Umarow.
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Experten sind der Meinung, dieses „Aufbegehren“ sei die Folge von Umarows inkonsequenter Handlungsweise, schreibt die Zeitung „Kommersant“. Der hatte nämlich vor zwei Wochen zunächst seinen Rücktritt erklärt und ihn dann sozusagen im Handumdrehen zurückgenommen.
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Der Rücktritt sei „eine Falschmeldung“ gewesen, hatte Umarow da erklärt. Interessanterweise tauchten Rücktritt und Dementi am selben Tag auf den Webseiten der Separatisten auf.
Auf Kommando von oben Wadalow, den Umarow anscheinend als seinen Nachfolger eingesetzt hatte, kündigt ihm nun also die Gefolgschaft auf. In den russischen Medien figuriert Wadalow als „einer der frechsten und erbarmungslosesten Banditen im Kaukasus“.
Als Grund für den Austritt aus dem „Emirat“ geben die einstigen Untergebenen Umarows die „im Kaukasus entstandene Lage“ an. Umarow habe mit der Widerrufung seines Rücktritts „die Würde der Madschlis verletzt“ (islamische Versammlung – die Red.) und dies offensichtlich „auf Befehl von oben“ getan.
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Unterstützung aus Dagestan und Inguschetien Auf der Seite der kaukasischen Untergrundkämpfer kavkazcenter.com ist inzwischen ein Appell des dagestanischen Warlords Seifullah erschienen, Umarows Macht anzuerkennen. Ähnliche Aufforderungen erklingen auch aus Inguschetien.
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Ohne Umarow fließt kein Geld mehr Kenner der Szene sind sich sicher: Umarow ist tatsächlich nicht aus eigenem Willen zurückgekehrt. Möglicherweise haben die Führer des kabardino-balkarischen Flügels des „Emirats Kaukasus“ Druck ausgeübt, weil sie einen namhaften Warlord wollen, ohne den die „Sponsoren“ des kaukasischen Untergrunds den Geldhahn zudrehen würden.
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Nach dem Auszug der Tschetschenen sei das „Emirat“ zum Untergang verurteilt, vermuten Experten. Umarows persönliches Schicksal sei völlig offen; womöglich müsse er ins Ausland fliehen.
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