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| Der Yeti bleibt sehr unscharf: Jetzt weiß man immerhin, dass er sich im Schnee wohler fühlt als in eisigen Flüssen (Foto: janhkrueger.de) | |
Donnerstag, 29.04.2010
Ertrinkender Yeti bedankt sich nicht für Rettung
Kemerowo. In Sibirien ist wieder ein Yeti gesichtet worden – und nicht nur das: Ein Jäger behauptet, er hätte das geheimnisvolle Zottelwesen in einem Gebirgsfluss in den Altai-Vorbergen vor dem Ertrinken bewahrt.
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Ein schriftlicher Bericht über die unheimliche Begegnung ging bei der Verwaltung des Kreises Taschtagol im Süden des zentralsibirischen Gebietes Kemerowo ein – und zwar per Hubschrauber, denn mit dem 140 Kilometer entfernten Dorf Sensaskije Kitschi gibt es weder eine Straßen- noch eine Telefonverbindung. Einmal in der Woche versorgt ein Helikopter das ohne Elektrizität lebende Dorf mit dem Notwendigsten, so ein Sprecher der Gebietsverwaltung.
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Brüllender Pelz-Mensch im eisigen Fluss Der Dorfbewohner Afanassi Kiskorow habe darin geschildert, wie er auf der Jagd mit zwei Bekannten plötzlich ein lautes Knirschen und dann ein durchdringende Heulen hörte. Die drei Männer seien daraufhin zum nahen Fluss gelaufen, von wo die Geräusche kamen – und erstarrten vor Schreck: Etwa zehn Meter vom Ufer entfernt hätte ein großes menschenähnliches, aber gänzlich von dunkelbraunen Fell bedecktes Wesen immer wieder versucht, „sich auf die Hinterbeine aufzurichten“, sei aber immer wieder ins Wasser gefallen.
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Briefautor Kiskorow will dann als erster den Ernst der Lage erfasst haben: Er schnappte sich einen trockenen Stamm einer kleinen Espe und reichte ihn dem Yeti als Stütze. Das Wesen sei daraufhin ans Ufer geklettert und sofort im Wald verschwunden.
Der Yeti-Tourismus hat sich jedenfalls belebt Nicht auszuschließen ist allerdings, dass es sich bei der Geschichte um amtlich sanktioniertes Jägerlatein handelt. Im letzten Jahr hatte die Gebietsverwaltung bereits die Nachricht verbreitet, im schwer zugänglichen Bergland von Gornaja Schorija sei ein anderthalb bis zwei Meter großer Schneemensch von Jägern gesichtet worden.
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PR-Experten mutmaßten allerdings, es könne sich dabei um eine zur Belebung des Abenteuer-Tourismus bewusst in die Welt gesetzte Nachrichten-Ente handeln. Im Sommer darauf boten prompt die ersten Reiseveranstalter Touren zur angeblichen „Yeti-Schlucht“ an.
Echte Beweise für die Existenz des Altai-Schneemenschen fanden sich aber auch bei zwei daraufhin gestarteten Expeditionen von Kryptozoologie-Enthusiasten nicht.
Altai: Rückzugsraum einer unbekannten Menschenrasse Inzwischen ist allerdings wissenschaftlich bewiesen, dass vor erdgeschichtlich kurzer Zeit, vor 30.000 bis 48.000 Jahren, im Altai-Gebiet noch eine Menschenart lebte, die weder zu den ausgestorbenen Neandertalern noch dem heutigen Homo sapiens zuzurechnen ist.
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Sowjetische Wissenschaftler der Akademie der Wissenschaften gingen in den 1950er Jahren bei einer offiziellen Untersuchung des Schneemenschen-Phänomens von der Hypothese aus, bei dem Wesen könnte es sich um einen degradierten Neandertaler-Nachkommen handeln.
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