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Dienstag, 05.05.2009
Ermittlungsverfahren gegen Helikopter-Wilderer im Altai
Moskau. Die Ermittlungsabteilung der russischen Staatsanwaltschaft und die Naturschutzbehörde haben nun doch ein Ermittlungsverfahren wegen Wilderei gegen die Überlebenden eines Hubschrauberabsturzes im Altai-Gebirge eingeleitet.
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Am 9. Januar war im sibirischen Altai-Gebirge ein Mi-171-Hubschrauber verschwunden – an Bord eine Jagdpartie aus hochrangigen Moskauer und einheimischen Beamten. Das Wrack wurde erst zwei Tage später in den Bergen gefunden: Sieben der elf Insassen waren tot. An der Unfallstelle wurden aber auch drei erschossene Argalis gefunden – eine streng geschützte Wildschaf-Art.
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Naturschützer wie auch die Öffentlichkeit im Altai-Gebiet reagierten empört: Offenbar hatten die VIPs bei ihrem Jagdausflug es auf ein auf der Roten Liste stehendes Tier abgesehen – und die Argalis möglicherweise auch noch aus der Luft abgeschossen.
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Die Behörden wiegelten jedoch ab. Besonders die Naturschutzbehörde der Republik Altai zeigte keine Initiative, dem Vorfall auf den Grund zu gehen. Dies dürfte daran liegen, dass unter den Unfallopfern auch der oberste Naturschutz-Beamte der Republik war. Einzig ein überlebender Vizegouverneur musste einen Monat später den Hut nehmen– ohne allerdings eine Schuld einzugestehen.
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Wie die Staatsanwaltschaft jetzt mitteilte, wurde im April dennoch ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet und auch die föderale Naturschutzbehörde angewiesen, dem Vorfall auf den Grund zu gehen.
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Möglicherweise werden die Wilderei-Ermittlungen nun mit dem Ermittlungsverfahren über den Hubschrauberabsturz selbst zusammengelegt, da die betroffenen Personen die gleichen sind. Unter den Überlebenden ist auch der Copilot der Maschine.
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