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Kriegt Umarow Waffen von Vertrauten seines Erzfeindes Kadyrow? (Foto: TV)
Kriegt Umarow Waffen von Vertrauten seines Erzfeindes Kadyrow? (Foto: TV)
Dienstag, 26.01.2010

Beschuldigung: Kadyrows Umgebung rüstet Terroristen aus

Moskau. Ein Bruder von Doku Umarow behauptet: Die Terroristen werden von Leuten des tschetschenischen Präsidenten Kadyrow mit Waffen versorgt. Kadyrow brüstet sich dagegen mit seinen Erfolgen im Kampf gegen die Separatisten.

Wacha Umarow, ein bisher unbekannter Bruder des Terrorostenanführers Doku Umarow, sagt am Dienstag in einem Interview für die Agentur Reuters, die Separatisten würden aus der Umgebung von Ramsan Kadyrow finanziert und ausgerüstet.

Laut Reuters sieht Wacha Umarow seinem Bruder „sehr ähnlich“. Anscheinend hat er sich vom Terror losgesagt und lebt heute in Istanbul. Aber er habe noch regelmäßigen Kontakt zu seinem Bruder und wisse deshalb viele Einzelheiten über die Pläne der Untergrundkämpfer.

Investitionen in die Zukunft


„Alles Geld kommt aus Tschetschenien; Waffen werden nicht gekauft, sie kommen von Kadyrows Leuten… Kadyrows Minister gewähren den Mudschahedin Geld“, so Umarow. Die Waffen kämen aus Tschetschenien, Inguschetien und Dagestan.

Die dafür Verantwortlichen seien loyal gegenüber Kadyrow, wollten sich aber absichern, sollte es irgendwann zu einem Machtwechsel in der Region kommen. Umarow drückt die Motivation folgendermaßen aus: „Das ist so eine Art Investition in die Zukunft.“

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• Tschetschenen und Kurden besetzen Zug in Polen (15.12.2009)
• Anti-Terror-Krieg in einer Region Tschetscheniens (24.11.2009)
• Kadyrow verklagt Nowaja Gaseta wegen Verleumdung (29.10.2009)
• Tschetschenien: Denkmal für Kadyrow sen. demontiert (10.09.2009)
Es soll etwa 3.000 Separatisten in Tschetschenien geben und an die 5.000 im Kaukasus insgesamt. Dagegen hatte Kadyrow unlängst noch erklärt, es seien „nicht mehr als hundert über“ und mit denen wollte er „bis Neujahr fertig werden“.

Laut Wacha Umarow sind die Separatisten dazu übergegangen, einen „Wirtschaftskrieg“ gegen Russland zu führen, den sie in Zukunft verstärken wollen. Über sich selbst sagt Wacha Umarow, er helfe Tschetschenen in der Türkei, die vor dem Krieg geflüchtet sind.

Grosny schweigt


Die Pressestelle von Präsident Kadyrow in Grosny will indes keine Stellung beziehen zu Umarows Worten. Pressesprecher Alwi Karimow begründete das Schweigen damit, dass „er vorher nie etwas von ihm gehört hat“.

Terroristenführer Doku Umarow versteckt sich wahrscheinlich in den tschetsche- nischen Bergen. Kadyrow hat ihm den Kampf angesagt und setzt seit Monaten eine Sondertruppe ein, um ihn ausfindig zu machen. Dies ist – entgegen wiederholter Meldungen – bisher jedoch nicht gelungen.



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