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Der Gashahn ist zu: Georgien hat Südossetien vom russischen Gas abgekoppelt  (foto: newsru)
Der Gashahn ist zu: Georgien hat Südossetien vom russischen Gas abgekoppelt (foto: newsru)
Dienstag, 18.11.2008

Südossetien bekommt kein Gas mehr via Georgien

Moskau/Zchinwali. Südossetien bekommt gegenwärtig kein russisches Erdgas mehr geliefert: Georgien hat die Versorgung der abtrünnigen Republik eingestellt. Gazprom will nun bis Mitte 2009 eine separate Leitung bauen.

Gegenwärtig ist eine direkte Gas-Versorgung der nur von Russland als unabhängig anerkannten Mini-Republik nicht möglich: Südossetien kann nur durch eine Zweigleitung aus dem georgischen Gori versorgt werden.

Bei Russland-Aktuell
• Russland anerkennt heutige Grenzen Georgiens voll (14.11.2008)
• Schoigu: Südossetien ab 15.9. wieder bewohnbar (11.09.2008)
• Russland baut Garnison in Südossetien auf (10.10.2008)
• Zchinwali: Bombe tötet sieben russische Soldaten (04.10.2008)
• Mehrheit der Flüchtlinge in Südossetien zurück (29.08.2008)
Von georgischer Seite wurde am Wochenende jedoch erklärt, diese Pipeline sei bei den Kriegshandlungen im August beschädigt worden und deshalb nicht mehr funktionsfähig. Allerdings war unmittelbar nach dem Ende des Konflikts noch Erdgas in das eilig wieder reparierte Leitungsnetz von Zchinwali eingespeist worden.

Pipeline nach Zchinwali schon seti 2006 in Bau


Gazprom-Sprecher Sergej Kuprjanow erklärte, frühestens in der Mitte des nächsten Jahres könnte eine Direktleitung über den Kaukasus nach Südossetien fertig gestellt sein. Mit dem Bau dieser Pipeline war schon 2006, also lange vor der aktuellen Eskalation des Konflikts, begonnen worden. Die Frage, zu welchen Preisen Südossetien dann Gas erhalte, müsse separat geklärt werden und stelle sich im Falle jedes belieferten Nachbarlandes anders.

Südosseten steht ein unangenehmer Winter bevor


Südossetiens Präsident Eduard Kokoity erklärte, mit der Liefersperre für Gas zeige Georgien „ein weiteres Mal sein unmenschliches Gesicht“. Die Osseten seien jedoch ein hartgesottenes Volk und würden diesen Winter auch so gut überstehen, so Kokoity.

Kokoity kritisierte aber auch, dass die Bauarbeiten an der Leitung bisher nicht wie geplant vorangekommen seien. Auch hätte der damit beauftragte Generalunternehmer die Vorgaben, auch in Hinblick auf die Ökologie, nicht immer korrekt erfüllt.



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Hauptsache, man lässt sich die Laune nicht verderben.Dann lässt es sich auch im hintersten russischen Dorf noch recht gut leben.(Topfoto: Mrozek/.rufo)


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