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Das neue Gesicht von Jaroslawl. Oppositionskandidat Urlaschow gewinnt haushoch die Bürgermeisterwahl. (Foto: gazeta.ru)
Das neue Gesicht von Jaroslawl. Oppositionskandidat Urlaschow gewinnt haushoch die Bürgermeisterwahl. (Foto: gazeta.ru)
Montag, 02.04.2012

Oppositionskandidat siegt mit 2/3 bei Bürgermeisterwahl

Jaroslawl. Bei der Bürgermeisterwahl im nordrussischen Jaroslawl erreicht der von den Kommunisten unterstützte Oppositionskandidat 69,65%. Der Kandidat der Krempartei erreichte nur 27,78%. Damit bestätigt sich die Regionalstrategie der Opposition.

Der Wahlsieger, Jewgeni Urlaschow, Ex-Abgeordneter der Stadtduma, stammt selbst aus der Kremlpartei "Einiges Russland", nach einigen Konflikten mit der Partei hatte er aber selbst im vergangenen Jahr seinen Austritt erklärt. Unter anderem hatte er den Untersuchungsbericht über den Flugzeugabsturz mit der Hockeymannschaft von Jaroslawl kritisiert.

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Einheitskandidat der Opposition bei regionaler Stichwahl


Urlaschow war in der ersten Wahlrunde von der Kommunistischen Partei unterstützt worden und erreichte über 40%. In der Stichwahl wurde er schon von der gesammten Opposition getragen. Für seine Wahl riefen ausser der KP auch das "Gerechte Russland", Jabloko, "Patrioten Russlands" und Michail Prochorow auf.

Der Kandidat der Kremlpartei, Jakob Jakuschew, hatte bisher das Amt des Vize-Bürgermeisters inne. Im Wahlkampf, so wird berichtet, nutzte Jakuschew die Symbolik seiner Partei nicht aus, kam aber trotzdem im ersten und zweiten Wahlgang nur knapp über 27%.

Opposition marschiert über die Regionen zum Kreml


Auch die Wähler, die im ersten Wahlgang noch für den Kandidaten des "Gerechten Russland" gestimmt hatten, folgten dessen Aufruf, bei der Stichwahl jetzt den Vizebürgermeister zu unterstützen nicht.

Der Kandidat des "Gerechten Russlands" hatte sich kurz vor der Stichwahl ebenfalls als Vize-Bürgermeister einkaufen lassen. Seine Wähler machten seinen Schwenk aber nicht mit.

Nach den Duma-Wahlen am 4.März hatte unter anderem Grigori Jawlinski die Opposition aufgerufen, in den kommenden Jahren den Marsch an die Macht auch über Regionalwahlen fortzusetzen.



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Stoll 04.04.2012 - 08:00

Russland benötigt dringend gut ausgebildete Fachkräfte,aber das Problem haben Industrienationen auf der ganzen Welt.Da kommt es dann auf die Lebensumstände im Gastland an und die jeweilige Mentalität spielt auch eine große Rolle.Was hat England was Russland nicht hat und umgekehrt.Wie kommt das Land den zukünftigen und erwünschten Fachkräften entgegen und welche Aufklärung wird betrieben,damit man sich für das jeweilige Land entscheidet.Russland hat bestimmt unendliche Möglichkeiten für gut ausgebildete Fachkräfte,aber wissen das die zuständigen Stellen vor Ort auch ? Wie einfach ist es eine Arbeitserlaubnis zu bekommen.Für welchen Zeitraum sollte man sich entscheiden und welche Voraussetzungen muss man mitbringen? Ob Frankreich,Kasachstan oder Russland,jedes Land hat seine Eigenheiten.Da ist es dann wie auf einem Basar.Das Land,dass sich am besten repräsentiert und dem neuen Arbeitnehmer das beste Angebot macht,wird wohl den Zuschlag erhalten.


JohannGmelin 03.04.2012 - 23:33

Putin und

geeintes Russland gehen unter.
Ein Kanditat, von allen Parteien der Opposition unterstützt, gewinnt die Wahl.
Das ist Demokratie, die Menschen müssen entscheiden, wen sie für den Besseren halten. Dazu sind Wahlen da.

Die Champagnerflaschen in den USA noch zulassen. Der Bürgermeister ist nicht befugt, russisches Eigentum an die Angloamerikaner zu verkaufen. Er soll sich um die Verbesserung der Lebens - und Arbeitsverhältnisse der Menschen in der Stadt Jaroslawl kümmern.

Vielleicht braucht er gute Fachleute aus der EU, es gibt da ja offiziell 25 Millionen Arbeitslose. Bevor die alle nach Afrika zur Arbeit auswandern, können die BESTEN, nach Russland kommen. Da sind sie herzlich willkommen. Russland ist schöner als Angola...
Passt zu Wladimir Putins Plan, jedes Jahr 300 000 Fachleute nach Russland zu holen.


Stoll 03.04.2012 - 18:22

Eine geschickte Strategie den Weg über die Regionen zu wählen.So zeigt man den unzufriedenen Wählern,dass nicht gefälschte Wahlen ein vollkommen anderes Meinungsbild in der russischen Gesellschaft ergeben.


xy 02.04.2012 - 19:18

Oppositionskandidat siegt

Hurra! Wenn es zu offensichtlich wäre, trauen sie sich wohl nicht die Wahl zu fälschen. Zumahl Putin und Medwedew ja mit dem Mund immer für faire Wahlen waren. Das macht Mut. Vor einer zu chaotischen Parteienlandschaft braucht man sich, glaube ich, nicht zu fürchten. Bei einer 7 Prozent-Hürde für die Duma: die Menschen wollen ja ihre Stimme auch nicht umsonst abgeben und überlegen schon, wer die Hürde überhaupt schafft. Dafür gibt es ja die Meinungsumfragen.
Das ist doch mal eine gute Nachricht.


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