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Eher ein Absturz als eine versuchte Notlandung: Die vermutlich vereiste ATR-72 zerschellte beim Aufprall (Foto: tv/.rufo)
Eher ein Absturz als eine versuchte Notlandung: Die vermutlich vereiste ATR-72 zerschellte beim Aufprall (Foto: tv/.rufo)
Dienstag, 03.04.2012

Absturz in Tjumen: Wegen Vereisung aus Sparsamkeit?

Tjumen. Als wahrscheinlichste Ursache des gestrigen Crashs einer ATR-72 der UTair gilt eine Vereisung des Flugzeugs. Es war als einzige startende Maschine an diesem Morgen nicht mit Enteisungsmittel bearbeitet worden.

Am Tag nach dem Absturz in Tjumen sind zunächst umgehende widersprüchliche Informationen durch erste amtliche Angaben über den Hergang des Unfalls ersetzt.

So etwa der Absturzort: Die Maschine zerschellte nur etwa zwei Kilometer hinter dem Ende der Startbahn. Der ganze Flug dauerte deshalb nur etwa 40 Sekunden bis zum Aufprall. Bei dem Absturz kamen 31 der 43 Insassen ums Leben. Viele der zwölf Überlebenden erlitten schwere Verbrennungen.

Schlingerflug in nur 200 Meter Höhe


Nach Angaben der Luftfahrtbehörde MAK, die jetzt die technischen Ermittlungen der Unfallursache führt, erreichte die Turboprop nur eine Höhe von 210 Metern. Der Flug muss dabei eher einem Taumeln geglichen haben: Nach den Kerndaten der Bordschreiber kippte die ATR-72 zunächst um 35 Grad nach rechts ab, dann um 50 Grad nach links.

Schließlich berührte sie mit dem linken Flügel und dem linken Triebwerk den Erdboden und brach in drei Teile auseinander.

Insofern hat der Absturz von Surgut einige Ähnlichkeiten mit dem Crash der Yak-42 in Jaroslawl, bei dem im letzten Jahr das Eishockey-Team von Lokomotive Jaroslawl ausgelöscht wurde. Der Jet hatte ebenfalls nach dem Start keine Höhe gewinnen können und war kurz hinter der Piste wieder aufgeschlagen.

Die Crew war nüchtern und schweigsam


Die Ermittlungsbehörde, die den Tjumener Unfall juristisch aufarbeitet, teilte mit, dass im Blut der beiden beim Absturz umgekommenen Piloten kein Alkohol gefunden worden sei.

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• Yak-Absturz: Nervenkranker Pilot stand auf der Bremse (03.11.2011)
Einen Funkspruch über irgendwelche Probleme an Bord setzten sie nicht ab. Den Absturz bemerkte als erstes die Besatzung einer nur drei Minuten später startenden ATR-72, die unter sich das brennende Wrack liegen sah.

Nachdem gestern zunächst von einer technischen Ursache des Absturzes die Rede war – Zeugen wollen ein qualmendes Triebwerk beobachtet haben – steht jetzt die Version einer Vereisung der Maschine im Mittelpunkt der Erörterung von Medien und Experten.

Keine Enteisung vor dem Start ins Aprilwetter


Dafür gibt es einige Anhaltspunkte: An diesem Morgen herrschte in Westsibirien typisches Aprilwetter. Immer wieder zogen dicke Wolken auf, aus denen dann vereisender Regen fiel.

Auch verzichtete die Crew der UTair-Maschine auf eine Bearbeitung des Flugzeuges mit einem Enteisungsmittel vor dem Start – während alle anderen an diesem Morgen startenden Flugzeuge enteist wurden. Dafür gibt es zum einen finanziellen Grund: Die Enteisung kostet etwa 30.000 Rubel (ca. 750 Euro) – und es ist Sache der Besatzung zu entscheiden, ob dieser Service in Anspruch genommen wird oder nicht.

Zum anderen hatten kurz vor dem Start die Niederschläge aufgehört. Wie die Zeitung „Kommersant“ berichtete, schlug das Wetter in jenen zehn Minuten, während der die Maschine von ihrem Standpunkt aus zur Startbahn manövrierte, abrupt um: Beim Start sei sie bereits in feuchte Wolken geraten.

Zweiter Faktor - mangelnde Erfahrung?


Ob die Crew dann das bordeigene pneumatische Enteisungssystem – es sprengt das Eis an den besonders empfindlichen Flügelkanten ab – noch einsetzte oder nicht, ist noch offen.

Geprüft wird jetzt natürlich auch, ob die Besatzung möglicherweise auch andere verhängnisvolle Fehler begangen hat. Klar ist, dass im Cockpit der Maschine mit Ziel Surgut keine besonders erfahrenen Piloten saßen: Flugkapitän Sergej Anzin wäre heute 28 Jahre alt geworden. Er hatte eine Flugerfahrung von 2.500 Stunden. Und sein Co-Pilot Nikita Tschechlow habe erst vor kurzem die Flugschule abgeschlossen.

Westliche Maschine nicht Sibirien-tauglich?


Anders als bei vielen Flugzeugabstürzen der letzten Zeit in Russland steht diesmal der „überalterte Flugzeugpark sowjetischer Herkunft“ außer Verdacht: Die ATR-72 war 1991 in Frankreich gebaut worden und zunächst auf Taiwan, in Finnland und dann in Estland im Einsatz.

Die abgestürzte Maschine war die erste einer Flotte von 32 ATR-Turboprops, mit denen die im Ural und Westsibirien beheimatete Regionalairline UTair ab 2008 ihre Flotte modernisierte. In Fliegerkreisen ist allerdings wohl bekannt, dass der Flügel der ATR-72 für Eisansatz besonders empfindlich ist.

Mangel-Wartung statt Mängel-Wartung?


Russische Medien zitieren zudem heute zahlreiche Insider, die andere mögliche Crash-Ursachen ins Spiel bringen: Ein von UTair entlassener Gewerkschaftler spricht davon, dass die Airline durch die Ausflaggung ihres Flugzeugparks in „Avia-Offshore-Länder“ die Kontrollen und Kosten der Wartung minimiert habe. Es sei bei der Gesellschaft Usus gewesen, Defekte an den Maschinen zu verschweigen.

Die abgestürzte Maschine war auf den Bermudas registriert und war zuletzt 2010 in Deutschland grundlegend gewartet worden.

Ein aktiver Pilot bezweifelt hingegen, das es möglich sei, dass ein Flugzeug so schnell verhängnisvoll vereisen könne wie es in diesem Fall angeblich passiert sein soll. Er hält deshalb zum Beispiel Vogelschlag für eine wahrscheinlichere Unfallursache.

Dem widerspricht allerdings, dass die Triebwerke der ATR-72 bis zum Aufprall gearbeitet haben sollen.



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