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Dieses deutsche Gedankengut vermuten die Femen-Aktivistinnen hinter einem Gesetzentwurf zur Erschwerung von Abtreibungen in der Ukraine (Foto: femen.livejournal.com)
Dieses deutsche Gedankengut vermuten die Femen-Aktivistinnen hinter einem Gesetzentwurf zur Erschwerung von Abtreibungen in der Ukraine (Foto: femen.livejournal.com)
Dienstag, 10.04.2012

Femen: Barbusiger Protest auf Kiewer Kirchturm

Kiew. Die für ihre Topless-Protestaktionen bekannte ukrainische Frauen-Gruppe Femen hat sich wieder in Szene gesetzt: Auf einem Kiewer Kirchturm protestierten sie gegen einen Gesetzesentwurf zu Schwangerschaftsabbrüchen.

Die fünf jungen Frauen verbarrikadierten sich auf dem Glockenturm der Kiewer Sophienkathedrale. Im für die Gruppe üblichen Aufsehen erregenden Outfit - Jeans, Blumenkränze im Haar und sonst gar nichts – hielten die Blondinen Plakate hoch, die gegen eine geplante Verschärfung der Regeln für Abtreibungen gerichtet waren: „Ich gebäre nicht für Euch“, lautete ein russischer Slogan. Ein anderer war auf Deutsch gehalten: „Kinder, Küche, Kirche“.

Ein langes schwarzes Transparent trug die schlichte Aufschrift „Stop“. Das gleiche Wort hatten sich die Frauen auf die Oberkörper geschrieben- wobei das "T" in der Form eines orthodoxen Kreuzes gehalten war. Außerdem malträtierten die fünf Protestiererinnen während der Aktion das Glockenspiel auf dem Kirchturm.

Vier Festnahmen, aber wohl nicht für lange


Der Auftritt wurde von der Polizei beendet, die allerdings abwarten musste, bis Museumswärter die Kette durchgesägt hatten, mit der die Demo-Damen den Aufgang auf den Turm verschlossen hatten.

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• Feministinnen lästern Gott in Christ-Erlöser-Kathedrale (21.02.2012)
• FEMEN: Einzelheiten aus der „KGB-Gefangenschaft“ (22.12.2011)
• Barbusig für die Opposition vor Russlands Hauptkirche (09.12.2011)
• Ukrain. Feministinnen zeigen Busen gegen Strauß-Kahn (01.11.2011)
Vier der Frauen wurden auf eine Polizeiwache gebracht, die fünfte konnte sich offenbar einer Festnahme entziehen. Die Kiewer Polizei kündigte an, dass die Festgenommenen nach der Erstellung von Protokollen auf freien Fuß gesetzt werden sollen. Sie hätten sich des „leichten Rowdytums“ schuldig gemacht und müssen voraussichtlich mit Geldstrafen rechnen.

Die Femen-Aktivistinnen begingen mit dem Protest-Akt auf dem Turm den vierten Jahrestag der Gründung ihrer Gruppe, zu deren Markenzeichen Überfall-artige politische Protestaktionen mit enthüllten Brüsten geworden sind.

Femen: Wenn Abtreibungen strafbar sind, dann sollte Onanie es auch sein


In einer verbal ebenfalls sehr kämpferischen Erklärung bezeichnet Femen die Motive der Abtreibungsgegner als „idiotische Rhetorik vom Lebensrecht einer befruchteten Eizelle und der Unzulässigkeit von sog. Kindermord und der Sorge um den Erhalt der Nation“.

Die Frauenbewegung fordert die Gesetzgeber auf, mit der selben Logik doch die „männliche Selbstbefriedigung als Genozid an künftigen Generationen oder wenigstens als Verschleuderung des Gen-Bestands der Nation in besonders großem Maße“ zu verfolgen.

Femen hatte im Dezember vor der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale auf ähnliche Weise gegen die anstehende Wiederwahl von Wladimir Putin protestiert. „Gott, verjage den Zaren“ lautete dabei eine Losung.

Anders als die Punk-Musikerinnen von "Pussy Riot", die sich unlängst im Innern des Gotteshauses ausgetobt hatten, wurden sie dafür nicht ins Gefängnis gesteckt.



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xy 12.04.2012 - 18:31

Stoll

Frauen sind ja auch die besseren und wertvolleren Menschen, sie sind von Natur aus gutherzig, vernünftig, nachsichtig und schlau und sie furzen und stinken nicht und überhaupt wäre die Welt ein besserer Ort, wenn es nur Frauen gäbe.
(von Femen einmal abgesehen)


Stoll 11.04.2012 - 04:16

Frauen haben lange genug unter idiotischen Männern leiden müssen. Deshalb sollen sie sich wehren wo auch immer sie wollen und können. Wenn Frauen mehr politische Ämter hätten, wäre die Welt friedlicher. Deshalb wäre ein Wechsel an der Spitze des Staates von Frau zu Mann und umgekehrt eine Möglichkeit. Doch die machtgeilen Männer wollen das nicht. Sie düngen sich noch immer was besseres zu sein.


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