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| Bald auch auf Fahndungsplakaten zu sehen: Die südossetischen Staatsanwaltschaft will den georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili zur Fahndung ausschreiben (Foto: Archiv) | |
Montag, 29.09.2008
Südossetien schreibt Saakaschwili zur Fahndung aus
Moskau. Die Staatsanwaltschaft von Südossetien lässt den georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili in Kürze zur Fahndung ausschreiben. Das erklärt der südossetische Präsident Eduard Kokoity.
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„Er ist ein Kriegsverbrecher und muss sich für den Angriff auf das ossetische Volk verantworten“, erklärte Kokoity – Ossetien ist geteilt in einen Südteil, dessen Bewohner vom georgischen Angriff betroffen waren, und einen Nordteil, der zu Russland gehört und dessen Bewohner Anfang August dieses Jahres nicht in den Konflikt um Südossetien hineingezogen wurden.
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„Beziehungen zum Volk, nicht zum georgischen Regime” Kokoity sieht für sein Land keine Möglichkeit, mit der derzeitigen georgischen Regierung Beziehungen zu unterhalten. Er bezeichnete die Regierung als ein „blutiges Regime“. Zugleich unterstrich der Präsident des Gebiets Südossetien, sein Land wolle gute Beziehungen zum benachbarten georgischen Volk unterhalten. Auch werde man politische Beziehungen aufbauen, zu „demjenigen, den das georgische Volk wählt“, so Kokoitys verdeckter Hinweis, auf eine von ihm offenbar für nötig erachtete Ablösung der derzeitigen georgischen Regierung.
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„Zu unserem großen Bedauern können wir in Georgien derzeit keine derartigen Kräfte erkennen, die tatsächlich für die Interessen des georgischen Volks kämpfen würden. Sogar die derzeitige Opposition hat damit begonnen, nach Washington zu reisen, um sich dort als Nachfolger Saakaschwilis vorzustellen“, sagte Kokoity.
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Unabhängiger Staat? Anfang August dieses Jahres war es zwischen Georgien und Russland zum Konflikt um das Gebiet Südossetien gekommen. Nach einer populären Auslegung des Völkerrechts gehört Südossetien zu Georgien. De facto hat das Gebiet mit eigenem Territorium, eigener Bevölkerung und eigener Verwaltung aber einen unabhängigen Status.
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Georgien startete in der Nacht vom 07. auf den 08. August einen Angriff auf Südossetien. Am 08. August anwortete Russland, das als Schutzmacht im Nordkaukasus fungiert, mit einem Gegenschlag und trieb die georgischen Truppen zurück.
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Nach dem Waffenstillstand erkannte Russland die Unabhängigkeit Südossetiens an.
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