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| Flughafen Wnukowo | |
Montag, 25.07.2005
Mit dem Sputnik zum Flughafen Wnukowo
Moskau. Der internationale Flughafen Wnukowo zeigt Erbarmen mit strapazierten Flugreisenden: Ab Anfang August ist der Hauptstadt-Airport - wie schon Domodedowo - per Bahnlinie mit der Innenstadt verbunden.
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27 Grad Celsius, 90 Prozent Luftfeuchtigkeit, überfüllte Metro, 35 Kilogramm Reisegepäck und zwei heulende Kinder im Schlepptau. Schweiß-Attacken, unkontrollierte Wutausbrüche und akuter Menschenhass sind die Symptomatik einer Fahrt zu einem Moskauer Flughafen im Sommer.
Doch nun sind die Zeiten endloser Kofferschlepperei und Sardinendosen-ähnlicher Zustände in der Metro vorbei. Zumindest dann, wenn der Flugreisende vom internationalen Flughafen Wnukowo abfliegt. Der Flughafen soll ab der 1. Augustwoche bequem vom Kiewer Bahnhof aus per Expresszug erreicht werden können. Das Flughafen-Shuttle trägt dabei den sowjet-nostalgischen Namen „Sputnik“
Letzter Schliff - und es geht los
Bis dato was es Standard, mit der Metro bis zur Station „Aeroport“ zu fahren, um dort mit letzter Kraft in einem kurzen Handgemenge mit anderen Passagieren einen Platz im Express-Kleinbus nach Wnukowo zu erobern.
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Nun soll dieses Martyrium für 2,7 Millionen Passagiere im Jahr durch Einsteigen im Stadtzentrum und Aussteigen am Check-In ersetzt werden. Und die Wnukowo-Direktion setzt dabei schon auf Reisekomfort: Der „Sputnik“-Zug sei sogar mit Fernsehern ausgestattet. Nur werde man nicht allzu lange in die Flimmerkiste starren können, denn die Fahrt dauere gerade einmal 35 Minuten. Für die Wnukowo-Zubringung sollen zunächst 75 Rubel (2,15 Euro) verlangt werden.
Fraglich ist jetzt nur noch, ob die Bahnbauer pünktlich mit der 34,5 Kilometer langen Strecke fertig sein werden. Gegenwärtig geben sie laut „Komsomolskaja Prawda“ dem 1,5 Kilometer langen Tunnel unter dem Flughafen, wo der „Sputnik“ in Zukunft durchflitzen soll, den letzten Schliff.
Wo man wartet ist letztlich egal
Ein Bild vom zu erwartenden Reisekomfort kann man sich jetzt schon auch vom Pawelezki-Bahnhof zum Domodedowo-Flughafen fahren. Auf dieser Strecke verkehrt derselbe Zugtyp. Allerdings muss man dafür tiefer in die Tasche greifen, denn die Fahrt mit dem Domodedowo-Express kostet mittlerweile 120 Rubel. Und das, obwohl die Fernseher während der Fahrt aus bleiben..
Die Fahrtkosten sind aber wohl das geringste Kriterium, nach dem in Moskau eine Airline und entsprechend der Abflugflughafen ausgesucht werden sollte: Wnukowo ist für seine zweistündigen Passkontrollen berüchtigt, Domodedowo hingegen für die ewig dauernde Gepäckabwicklung bekannt. So bleibt es eine Frage des Geschmacks, wo und in welcher Schlange man lieber steht.
(ali/.rufo)
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