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| René Schlegel zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen von Bosch Russland für das Jahr 2006 (Foto: Jahn/.rufo). | |
Donnerstag, 05.04.2007
Bosch greift in Russland nach den Sternen
Moskau. Bosch investiert weiter in Russland. In Engels und St. Petersburg entstehen neue Produktionsstätten für Elektrowerkzeuge und Hausgeräte. Außerdem will Bosch am Ausbau des Kosmodroms in Astrachan mitwirken.
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Russland ist auch für Bosch der wichtigste Wachstumsmarkt in Osteuropa. Wie Russland-Chef René Schlegel bei der Jahrespressekonferenz im Hotel „Baltschug Kempinski“ bekannt gab, konnte die russische Tochter des Technikkonzerns ihr Ergebnis im Jahr 2006 um 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern. Der Gewinn der konsolidierten Geschäftsbereiche betrug 437 Millionen Euro.
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Neue Werke in Engels und Strelna
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Das Wachstum generierten vor allem die Geschäftsbereiche Elektroinstrumente und Hausgeräte. Und weil es dort so prächtig läuft, investiert der Technikkonzern gleich weiter in diese Bereiche: Im August 2007 eröffnet in Engels in der Nähe von Saratow an der Wolga die erste russische Produktionsstätte für Bosch-Elektrowerkzeuge.
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„Wir wollen möglichst bald die Zahl von einer Million Elektrowerkzeugen erreichen“, bezifferte Volker Welzenbach das Produktionsziel. 20 Prozent davon seien für den russischen Markt gedacht, 80 Prozent würden auf anderen Märkten abgesetzt, so der für den Verkauf von Elektrowerkzeugen in Russland, Weißrussland und der Ukraine zuständige Manager.
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Halbe Million Geräte pro Jahr
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Ein weiteres Werk, allerdings für Hausgeräte, und noch genauer Kühlschränke, soll im Juni in Strelna bei St. Petersburg die Produktion aufnehmen. Gemeinsam mit Siemens Hausgeräte will Bosch dort jährlich zunächst 500.000 Geräte herstellen.
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An den beiden neuen Produktionsstandorten entstehen insgesamt 700 Arbeitsplätze – 200 in Engels und 500 in Strelna.
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Neue Kooperationen mit AwtoWas und UAZ
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| Zielmarke festgelegt: Eine Million Elektrowerkzeuge soll das neue Werk in Engels laut Volker Welzenbach bald fertigen (Foto: Jahn/.rufo). | |
Das Management zeigt sich aber auch mit der Entwicklung der anderen Bereiche zufrieden. Im traditionell starken Geschäftsbereich Automotive läuft vor allem der Verkauf von Benzinsystemen gut. Größter Kunde auf dem russischen Markt ist der Lastkraftwagen-Produzent Kamaz (Kamas).
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Im vergangenen Jahr konnte Bosch aber weitere Kooperationen abschließen. Mit AwtoWas wurde eine Partnerschaft auf technischem Gebiet bis zum Jahr 2010 eingegangen. Und auch mit UAZ arbeitet Bosch zusammen.
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Eine erfreuliche Entwicklung macht laut Juri Netschepajew auch der Geschäftsbereich Heiztechnik. „Der Markt ist in Russland im vergangenen Jahr um zehn bis 15 Prozent gewachsen“, berichtete der Geschäftsführer der Bosch-Tochter Buderus Heiztechnik.
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Positiv für das Geschäft wirkten sich die Reform der kommunalen Wohnungswirtschaft und die steigende Nachfrage nach alternativen Energiequellen aus. In den kommenden Jahren müssten in Russland in Wohnhäusern und Industriegebäuden die veralteten Heizanlagen gegen zeitgemäße ausgetauscht werden. Wegen der anziehenden Energiepreise steige zudem auch in Russland merklich die Nachfrage nach Solartechnik, Wind- und Wasserkraftanlagen.
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Bosch Rexroth greift zu den Sternen
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Bosch Rexroth ist so ein bisschen der bunte Vogel innerhalb des Konzerns. Die Projekte der unter anderem auf Hydraulik, Pneumatik und Antriebstechnik spezialisierten Geschäftseinheit lassen sich Image fördernd kommunizieren. So wirkte Bosch Rexroth in St. Petersburg an der Modernisierung der Hebebrücke „Leutnant Schmidt“ mit und lieferte unter anderem Zylinder für die Hydraulik.
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Ein anderes Projekt greift nach den Sternen: Bosch Rexroth will sich am geplanten Ausbau des Kosmodroms in Astrachan am Kaspischen Meer beteiligen. In der Bewerbungsmappe des Konzerns liegt bereits der „Projektbericht“ für eine Raketen-Rampe in Courou in Französisch Guyana, an deren Realisierung Bosch Rexroth mitwirkt.
(cj/.rufo/Moskau)
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