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Traumschiff in grau - für Russlands Admirale: Sonst liegen hier meist nur weiße Kreuzfahrt-Riesen  (Foto: svpressa.ru)
Traumschiff in grau - für Russlands Admirale: Sonst liegen hier meist nur weiße Kreuzfahrt-Riesen (Foto: svpressa.ru)
Dienstag, 24.11.2009

Warenmuster: Träger "Mistral" dümpelt auf der Newa

St. Petersburg. Ungewöhnlicher Flottenbesuch in Petersburg: Am Newa-Ufer hat der Hubschrauberträger „Mistral“ aus Frankreich angelegt. Russlands Admiralität würde das Schiff gerne kaufen – samt Lizenz zum Nachbau.

Das Vorhaben, für die russische Flotte eines dieser hochmodernen Kriegsschiffe für Landungs-Operationen zu erwerben, hat für einige Aufregung gesorgt: Vor allem bei der russischen Schiffbaubranche, die bisher wusste, dass die heimische Marine bei ihren Bestellungen nicht fremd geht.

Schließlich hat sich Russland seine Kriegsschiffe seit langem immer selbst gebaut: Zum letzten Mal wurde ein importiertes Marineschiff 1940 erworben – der schwere Kreuzer „Lützow“ von Hitler-Deutschland.

Russischer Schiffbau kommt nicht mit


Doch da russische Kriegsschiffe manchmal bis zu 20 Jahre lang auf ihre Fertigstellung warten und in dieser Zeit noch im Dock veralten, gelüstet es der Admiralität nun auch nach Import-Fahrzeugen.

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• Russland will in Frankreich ein Kriegsschiff kaufen (27.08.2009)
• Geleitschutz für Abchasien durch Russische Kriegsmarine (05.10.2009)
• Frankreich plant Einstieg bei Pipeline South Stream (15.09.2009)
• Arctic Sea: Russland verhaftet acht Ostsee-Piraten (18.08.2009)
• Medwedew für internationales Gericht gegen Piraterie (04.05.2009)
Der Besuch der „Mistral“ ist deshalb eine Art Vorführfahrt: Zwei Tage lang bleibt der 199 Meter lange Gigant am Newa-Ufer, damit ihn die russischen Interessenten gründlich besichtigen können. Morgen, am 25. November, von 11 bis 15 Uhr will die französische Marine auch alle Zivilisten und Interessenten aus der Bevölkerung an Bord lassen, berichtet die Internetzeitung svpressa.ru.

Putin in Paris - auf Einkaufstour?


Kaum hat die Mistral dann wieder abgelegt, wird Premierminister Wladimir Putin bei einem anstehenden Frankreich-Besuch vielleicht schon Nägel mit Köpfen bei dem historischen Geschäft machen. Russland möchte gerne eines dieser ca. 400 Millionen Euro teuren Schiffe dieser Klasse von Frankreich erwerben - und dazu noch eine Lizenz zum Nachbau von vier weiteren Exemplaren.

Laut Vize-Admiral Oleg Burzow, Vizechef des Generalstabs der Flotte, sollen diese Schiffe für Landungsoperationen, Blauhelmmissionen und Rettungseinsätze dienen. Sie sollen bei der Nordmeerflotte und der Pazifikflotte stationiert werden.

Die „Mistral“ ist in der Lage, als Einsatzbasis für 16 Hubschrauber und vier Landungsboote zu dienen. Außerdem kann sie 450 Marineinfanteristen (und kurzfristig auch die doppelte Anzahl) aufnehmen.



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