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| Eine neue Nummer der Iswestia geht in Druck (Foto: Iswestia/.rufo) | |
Montag, 18.10.2004
26-Jähriger wird neuer Iswestia-Chefredakteur
Moskau. Der erst 26 Jahre alte Wladimir Borodin wird neuer Chefredakteur der einflussreichen russischen Tageszeitung „Iswestia“. Der studierte Politologe, bislang Chef vom Dienst bei dem Blatt, löst Raf Schakirow ab, der wegen der „Iswestia“-Berichterstattung zum blutigen Ende des Geiseldramas in Beslan von den Eignern zum Rücktritt gedrängt worden war.
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In einem Interview kündigte Borodin an, er wolle die Redaktionspolitik seines Vorgängers fortsetzen. Die „Iswestia“ solle sich als seriöse Tageszeitung für ein breites Publikum auch weiter zwischen Wirtschaftsblättern einerseits und der Boulevardpresse andererseits positionieren.
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Wladimir Borodin wurde 1978 in der Stadt Kirow etwa 1000 Kilometer nordöstlich von Moskau geboren und arbeitet seit 1997 bei der „Iswestia“. Er war zunächst als Redakteur in den Ressorts Regionen, Gesellschaft und Politik tätig.
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Zwar hatten Kritiker erklärt, Schakirows Absetzung im September müsse als ein weiterer Fall von Druck auf die russische Presse gewertet werden. Offenbar hatte es jedoch innerhalb der Redaktion vor dem Führungswechsel bereits erhebliche interne Konflikte gegeben, so dass die umstrittene Beslan-Ausgabe der Zeitung nur ein Vorwand für eine schon länger geplante Auswechselung an der Spitze war. Anderen Gerüchten zufolge war die Entlassung Schakirows von Präsident Putin persönlich angeordnet worden.
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Die „Iswestia“ erscheint mit einer Auflage von 230.000 Exemplaren und gehört mehrheitlich zur Profmedia-Holding des Kreml-nahen Milliardärs Wladimir Potanin. Zu kommunistischen Zeiten war die Zeitung das offizielle Bekanntmachungsorgan der sowjetischen Regierung.
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(epd/kp)
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