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Valentina Matwijenko leitet seit Jahren die Geschicke der Newa-Metropole (Foto: gov.spb.ru)
Valentina Matwijenko leitet seit Jahren die Geschicke der Newa-Metropole (Foto: gov.spb.ru)
Aktualisiert 18.11.2011 10:38

Valentina Iwanowna Matwijenko

Ex-Gouverneurin von St. Petersburg. Senatorin im Föderationsrat.

Zitat: „Die Regierungsmitglieder werden im kommenden Jahr aktiver am Programm zur Steigerung der Geburtenrate teilnehmen.“

Geboren: 7. April 1949 in der Stadt Schepetowka, Gebiet Chmelnizki (Ukraine).

Laufbahn: Studium am Chemisch-Pharmazeutischen Institut. Präsidiumsmitglied im Obersten Sowjet der UdSSR. Botschafterin in Malta und Griechenland. Generalgouverneurin von Nordwestrussland. Gouverneurin in St. Petersburg. Föderationsratsabgeordnete.

Freunde: Dmitri Medwedew. Galina Karelowa. Jewgeni Primakow. Alexander Potschinok.

Feinde: Ihr Vorgänger, der ehemalige Petersburger Bürgermeister Wladimir Jakowlew. Anna Markowa.

Skandal: Matwijenko gilt als Patin russischer Waffenexporte nach Griechenland.

Familie: Verheiratet. Ihr Sohn Sergej soll inzwischen Dollarmilliardär sein.

Hobbys: Tennis.

Laufbahn:


September 2011: Matwijenko wird einstimmig und ohne Debatte zur Vorsitzenden des Föderationsrats gewählt.

August 2011: Matwijenko tritt von ihrem Posten als Gouverneur in St. Petersburg zurück und lässt sich in den Föderationsrat wählen. Sie soll dort Sergej Mironow als Chef des Föderationsrats ablösen. Ihr Nachfolger in St. Petersburg wird Georgi Poltawtschenko.

Seit November 2009: Mitglied der Partei „Einiges Russland“.

Dezember 2006: Matwijenko lässt sich nach Abschaffung der Gouverneurswahlen vorzeitig von Präsident Wladimir Putin im Amt bestätigen.

Oktober 2003: Bei den Wahlen für das Bürgermeisteramt in St. Petersburg schlägt sie ihre Konkurrentin Anna Markowa deutlich.

Sommer 2003: Matwijenko gibt ihre Kandidatur für den Posten des Petersburger Gouverneurs bekannt.

11. März 2003: Matwijenko wird von ihren Pflichten als Vize-Premier entbunden und zur Generalgouverneurin des Gebiets Nordwestrussland befördert.

Frühjahr 2000: Matwijenko stellt ihre Kandidatur zu den Gouverneurswahlen in St. Petersburg auf, sagt das Wahlrennen aber auf Bitten von Putin ab. Als wahre Ursache für die Absage gilt die Entführung ihres Sohnes und eine entsprechende Forderung der Kidnapper.

Seit 1998: Vize-Premierministerin in den Regierungen von Jewgeni Primakow, Sergej Stepaschin, Wladimir Putin und Michail Kassjanow. Für den Sozialbereich zuständig.

1997 - 1998: Botschafterin Russlands in Griechenland. Auf diesem Posten lobbiert sie aktiv die Lieferungen russischer Luftabwehrsysteme nach Griechenland.

1996: Mitglied der präsidialen Kommission für Frauenfragen, Demographie und Familienplanung.

1995: Mitglied des Kollegiums im russischen Außenministerium, Direktorin der Abteilung für Zusammenarbeit mit den Föderationssubjekten, dem Parlament und den gesellschaftlich-politischen Organisationen.

1991 - 1995: Botschafterin der UdSSR (später Russlands) in Malta.

1990: Absolviert Kurse für leitende diplomatische Mitarbeiter an der Diplomatenakademie des Außenministeriums.

1989: Volksdeputierte der UdSSR, Mitglied des Präsidiums im Obersten Sowjet der UdSSR,Vorsitzende des Komitees für Frauenrechte und Schutz der Familie, Mütter und Kinder.

1986 - 1989: Stellvertretende Vorsitzende des Exekutivkomitees im Leningrader Stadtsowjet. Für Kultur und Bildung zuständig.

1985: Abschluss der Akademie für Gesellschaftswissenschaften.

1984 - 1986: Erste Parteisekretärin in einem Leningrader Bezirkskomitee.

1972 - 1984: Karriere beim Leningrader Komsomol.

1967 - 1972: Studium am Chemisch-Pharmazeutischen Institut in Leningrad. Erlernter Beruf Apothekerin.

1964 - 1967: Lehre an der Medizinischen Fachschule von Tscherkassy (Ukraine).


Freunde, Team:


In die russische Regierung wird Walentina Matwijenko von Jewgeni Primakow eingeladen, den sie aus der Zeit im russischen Außenministerium kennt. Primakow schätzt ihre diplomatischen
Fähigkeiten hoch ein. Sozialminister Alexander Potschinok. Galina Karelowa wird ihre Nachfolgerin als Vizepremier mit dem Verantwortungsbereich Soziales.

Karrikatur (Quelle: fathers-narod.ru)
Karrikatur (Quelle: fathers-narod.ru)
Feinde:


Der Petersburger Ex-Bürgermeister Wladimir Jakowlew. Gegen dessen Wunsch-Nachfolgerin Anna Markowa führt Matwijenko einen erbitterten Wahlkampf um die Macht in St. Petersburg.


Skandal:


Matwijenko gilt als Patin für russische Waffenexporte nach Griechenland.


Familie und Eltern:


Matwijenkos Vater stirbt, als sie noch ein kleines Mädchen ist. Matwijenkos Ehemann Wladimir Wassiljewitsch ist Militärmediziner.

Sohn Sergej hat eine leitende Funktion bei der Staatsbank VTB. Er soll verschiedenen Medienberichten nach Dollarmilliardär sein. In erster Ehe war er mit Sängerin Sarja verheiratet, in zweiter Ehe traute er die Studentin Julia Saizewa, mit der er seit 2009 eine Tochter hat.


Hobbys und Charakter:


Matwijenko spielt gerne Tennis. Spricht Deutsch und Englisch. 2001 nannten 14 Prozent der Russen Matwijenko „Frau des Jahres“.


Zitate:


„Die Regierungsmitglieder werden im kommenden Jahr aktiver an dem Programm zur Steigerung der Geburtenrate teilnehmen.“

„Russland ist reich an Armen.“

„ Ohne gute Bildung wird es für das Land einfach keine Zukunft geben.“

„Die Führungskräfte aller Ebenen müssen für jeden Menschen solche Bedingungen schaffen, dass er Arbeit hat und dass er mit dieser Arbeit auch genug verdient, dass er sich selbst realisieren kann, nicht von jemandem abhängig ist und sich und seine Familie versorgen kann.“

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Sicherheitsabstand sieht anders aus. Aber wenn an der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg der Rundflug-Helikopter startet und landet, sind Zuschauer immer ganz nah dabei. Sobald sie allerdings der Rotorwind samt Staubwolke erfasst, haben die Neugierigen wieder etwas Nützliches fürs Leben gelernt. (Topfoto: Deeg/.rufo)



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