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Donnerstag, 17.01.2008
Defekte Raketen: Militär beschießt Datscha-Siedlung
Moskau. Im Moskauer Umland sind zwei kleine Raketen in einer Datschakolonie eingeschlagen. Ein Haus brannte ab, verletzt wurde niemand. Es handelte sich um Irrläufer, die bei einer Militärübung abgeschossen worden waren.
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Der ungewöhnliche Zwischenfall ereignete sich gestern im Istrinski-Kreis des Moskauer Gebiets. Nachdem in ersten Meldungen von Bomben oder auch Signalraketen, die ein Ultraleichtflugzeug abgefeuert hätte, die Rede war, schaffte das Verteidigungsministerium am Abend schließlich Klarheit: Bei den Flugkörpern handelte es sich um Geschosse zur Sprengung von Passagen durch Minenfelder.
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Zwei dieser Minenräum-Geräte hätten ihre Flugbahn geändert und wären in die Datscha-Siedlung geflogen. Ursache sei nach vorläufigen Erkenntnissen ein technischer Defekt am Antrieb der Geschosse. Einer der beiden Sprengkörper habe das Dach einer Datscha getroffen, die in Brand geriet. Der andere fiel ins Nachbargrundstück, explodierte aber nicht.
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Das russische Militär kündigte an, den entstandenen Schaden zu ersetzen. Die getroffene Datscha gehört dem Direktor des Verlages „Delowoi mir“, Sergej Orischtschenko.
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Unter Berufung auf die Polizei berichtete Interfax, dass es sich bei dem Minenräumapparat um ein Gerät namens „Drakon“ gehandelt habe, das auf einem Truppenübungsplatz bei Nachabino erprobt worden sei. Die fehlgeleiteten Raketen waren jeweils 1,7 Meter lang und hatten 15 Zentimeter Durchmesser.
(ld/.rufo/St.Petersburg)
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