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Mittwoch, 02.04.2008
Endzeitsekte: Drei weitere Menschen verlassen die Höhle
Pensa. Eine Frau hat heute mit ihren beiden Kindern im Alter von 1,5 und 15 Jahren die Erdhöhle verlassen, in der sich seit fünf Monaten eine Sekte eingeigelt hatte. Damit befinden sich noch elf Menschen in dem inzwischen teilweise eingestürzten Versteck.
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Mit dem Auszug der Weißrussin und ihrer beiden Töchter befinden sich jetzt keine Kinder mehr in der Erdhöhle, die sich die Sektenmitglieder in Erwartung des Weltuntergangs selbst gegraben hatten.
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Die verbleibenden Sektierer kündigten an, die nächste Nacht durchgehend beten zu wollen und dann am Mittwoch eine Entscheidung zu treffen, ob sie ebenfalls aus der Zufluchtsstätte abziehen wollen.
Gestern waren 14 Personen freiwillig aus der Höhle gekommen. Sie wurden von den Behörden abgeschirmt und samt ihrer Lebensmittelvorräte mit einem Bus in ein nahes Dorfhaus gebracht, in dem sie ihre freiwillige Isolierung fortsetzen können.
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Das sich abzeichnende gute Ende des schon fünf Monate andauernden Sektendramas ist weniger den fortwährend über ein Belüftungsrohr geführten Verhandlungen mit den Eremiten zu verdanken als dem einsetzenden Frühling: Das Tauwetter hatte die Wände der etwa 50 Meter tief in die Erde gegrabenen Höhle weich werden lassen, woraufhin mehrere Teile einstürzten. Um eine Katastrophe zu verhindern, wurde von der Oberfläche her vonden Behörden eine Drainage und eine Ventilationsleitung angelegt.
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Nach von der „Nowaja Iswestija“ veröffentlichten Berechnungen hat der permanente Einsatz von Polizei und Katastrophenschutz vor Ort schon etwa 8 Mio. Rubel (ca. 215.000 Euro) verschlungen. Es sei aber nicht zu erwarten, dass die Sektierer dafür haftbar gemacht werden könnten.
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