|
Sonntag, 03.08.2008
Erneut Verschärfung des Konflikts um Südossetien
Zchinwali. Südossetien beschuldigt Georgien, an der Grenze Truppen zusammenzuziehen, Tblissi dementiert. Nordossetien weist Informationen über einen Flüchtlingsstrom über die Grenze nach Russland zurück.
|
|
Nachdem in der Nacht auf Samstag Dörfer in Südossetien beschossen wurden, hat sich die Lage im Konfliktgebiet wieder verschlechtert. Nach Angaben der Pressestelle des südossetischen Verteidigungsministeriums verlegt Georgien Truppen an die Grenze zu Südossetien.
|
Aus Tblissi verlautet indessen, diese Information entspräche nicht der Wirklichkeit. Auch Angaben, nach denen nach dem Beschuss mehrerer Dörfer in der Nacht auf Samstag mehrere tausend Südosseten nach Russland geflohen seien, werden von kompetenter Seite dementiert.
|
So sagte Nordossetiens Präsident Taimuras Mamsurow gegenüber Interfax, die Zahl der Menschen, die die Grenze zwischen Süd- und Nordossetien passierten, sei stabil. „In den letzten Tagen sind genauso viele Menschen von Norden nach Süden gereist wie umgekehrt“, so Mamsurow.
|
Der georgische Minister für Reintegration, Temur Jakobaschwili, besuchte am Samstag die von dem Beschuss betroffene Region Zchinwali. Er erklärte, Georgien sei zu einem direkten Treffen mit Südossetien bereit gewesen, um über die entstandene Lage zu sprechen, sei aber auf Ablehnung gestoßen.
|
Aus Zchinwali ist dagegen Säbelrasseln zu hören. Präsident Kokojty schließt nicht aus, georgische Positionen unter Beschuss zu nehmen, sollten sich die Überfälle auf südossetische Siedlungen wiederholen. Dabei signalisiert er aber ebenfalls seine Verhandlungsbereitschaft.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>